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Regierungskritikerin Türkische Autorin Asli Erdogan nach Autounfall in Spital

Asli Erdogan befindet sich nach einem Verkehrsunfall in einem deutschen Spital und hat von den Ärzten absolutes Flugverbot erhalten. Am Mittwoch hätte sie in Graz den Menschenrechtspreis entgegennehmen sollen.

In der Türkei wird Asli Erdogan "Terrorpropaganda" vorgeworfen © APA/AFP
 

Die regierungskritische türkische Schriftstellerin und Journalistin Asli Erdogan kann wegen eines Autounfalls in Deutschland vorerst nicht nach Österreich kommen. Die 50-jährige Autorin hätte am Mittwoch, dem 13. Dezember, den Grazer Menschenrechtspreis entgegennehmen sollen.

Nach der Preisverleihung wollte sie auf Einladung des Bruno Kreisky Forums nach Wien weiterreisen, wo am Abend des selben Tages eine Personale mit Gespräch im Werk X geplant war. Über die näheren Umstände des Unfalls war vorerst nichts bekannt.

Das Management der Schriftstellerin teilte lediglich mit, dass sich Erdogan in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus in Deutschland befindet. Sie habe von den Ärzten absolutes Flugverbot erhalten und könne ihre Reise daher vorerst nicht fortsetzen. Der Unfall passierte in der Nacht auf Montag zwischen Frankfurt und Stuttgart, wo Erdogan den Stuttgarter Friedenspreis entgegennehmen sollte. Sie wurde bei dem Unfall nicht lebensgefährlich verletzt, musste aber in Behandlung. Der Wiener Termin ist auf einen späteren, unbestimmten Termin verschoben, die Preisverleihung in Graz findet dem Vernehmen nach ohne die Geehrte statt.

In der Türkei läuft gegen die Autorin nach wie vor ein Gerichtsverfahren, in dem ihr "Terrorpropaganda" vorgeworfen wird. Die ausgebildete Physikerin gilt als Symbolfigur für den Kampf um Meinungsfreiheit und gegen politische Willkür in der Türkei. Wegen ihrer Beiträge in der kurdischen Zeitung "Özgür Gündem" saß sie bereits vier Monate in Untersuchungshaft.

Im vergangenen Jänner wurde Erdogan in Abwesenheit der Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die Menschenrechte verliehen. Sie unterlag damals einem Ausreiseverbot. Im Laufe des Jahres erhielt sie eine Reihe weiterer Preise. Seit September darf sie wieder ausreisen.

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