Tipps unserer Leserinnen und LeserDas sind Ihre Bücher des Jahres

In unserem Literaturnewsletter „Lesezeichen“ haben wir Leserinnen und Leser gebeten, uns ihre Lieblingsbücher des Jahres zu verraten. Hier eine Auswahl der Einsendungen.

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Leserinnen und Leser haben uns ihre Lieblingsbücher des Jahres verraten
Leserinnen und Leser haben uns ihre Lieblingsbücher des Jahres verraten © (c) Giordano Aita - stock.adobe.com (Giordano Aita)
 

Der Aufruf im Literatur-Newsletter „Lesezeichen“, uns doch diesmal, am Ende des Jahres, Ihre Lieblingsbücher zu verraten, ist auf ein erfreuliches Echo gestoßen und hat gezeigt, dass unsere Abonnentinnen und Abonnenten über großes Fachwissen und ebenso große Leseleidenschaft verfügen. Bernd Melichar und Werner Krause, die sie wöchentlich ins Reich der Literatur entführen dürfen, bedanken sich herzlich für die vielen Einsendungen und bitten um Verständnis, dass wir hier nur einen Auszug davon bringen können.

Auch im aktuellen „Lesezeichen“ sind nur Sie am Wort mit Ihren Tipps, Anregungen und ganz persönlichen Empfehlungen. Es war und ist uns wichtig, dass dieses Forum keine Einbahnstraße ist. Wir sind stolz auf diese ambitionierte Lese-Familie, die immer größer wird. In diesem Sinne bleibt nur noch zu sagen: Auf Wiederlesen!


Eva Menasse. Dunkelblum.
Kiepenheuer & Witsch.
Ein hervorragendes Buch, das den Umgang mit unserer Geschichte zeigt, in leichter Form erzählt und dadurch betroffen macht. Es ist zum Schmunzeln und Nachdenken.
Monika Pammer

Benjamin Myers. Offene See. Dumont.
Uns faszinierte die beruhigende Dramatik von „Offene See“ – diese konsequente Entwicklung einer Beziehung mutet geradezu archaisch an. Und: endlich einmal ein ernsthaftes Buch ohne Gewalt, Krieg, Krisen, Ausbeutung – einfach eine wunderbare Lektüre!
Ingrid und Dieter Cwienk

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Colum McCann. Apeirogon. Rowohlt.
Die Komplexität der so oft tragischen israelisch-palästinensischen Lebenswirklichkeit wird hier eindringlich an zwei Menschen (Israeli und Palästinenser) gezeigt, die ein Kind durch die jeweils andere Seite verloren haben.
Josef Kurzweil

Juli Zeh. Über Menschen. Luchterhand.
Ich bin eine Vielleserin und denke gerne an Bücher zurück, die ich im Laufe des Jahres gelesen habe. Der Roman von Juli Zeh führt uns in die ehemalige DDR. Und in einem kleinen Ort machen wir Bekanntschaft mit einigen Bewohnern; Menschen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt sympathisch erscheinen, die man aber irgendwie lieb gewinnt. Spielt zur Zeit des ersten Lockdowns. Und lässt einen sehr nachdenklich zurück. Helga Denk

John Grisham. Die Erbin. Heyne.
Spannend aufbereitet und zeigt uns die Gier und Intoleranz der Menschen.
Karin Gritsch

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Delia Owens. Der Gesang der Flusskrebse. Heyne.
Sehr einfühlsam geschrieben. Ich mag es auch, wenn Bücher „gut“ ausgehen. Und zuletzt noch die Überraschung!
Evelin Gössinger

Jo Nesbø. Macbeth. Penguin.
Alter Stoff, transferiert in die Jetztzeit. So kann man Shakespeare kennenlernen und den Irrsinn, der sich mit dem Gewinn der Macht einstellt, verabscheuen lernen.
Arno Riegler

Bernhard Pörksen. Die große Gereiztheit. Carl Hanser.
Ich empfehle Bernhard Pörksens Beitrag zur Hysterisierung unserer Zeit, an der auch die Informationsmedien ihren Anteil haben. Nicht von ungefähr bezieht sich der Autor auf einen großen Klassiker der Moderne, auf Thomas Manns „Der Zauberberg“ von 1924. Darin folgt dem vorletzten Kapitel über „Die große Gereiztheit“ als letztes „Der Donnerschlag“.
Franz Zeder

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Hervé Le Tellier. Die Anomalie. Rowohlt.
Ist unterhaltsam, spannend und spielt mit Wissenschaftsthemen, ohne anstrengend zu sein. Geistreich und gut geschrieben.
Gernot Reiter

Herbert Dutzler. Die Welt war eine Murmel. Haymon.
Der für seine Ausseer Krimis bekannte Autor erklärt sein Buch selbst: „Für meinen Enkel Gregor, damit er sich vorstellen kann, wie das Leben zur Zeit seiner Groß- und Urgroßeltern war.“ Ich glaube allerdings, dass dieses Buch für ältere Generationen wie mich interessanter ist, weil man sich immer stärker an früher erinnert. Das im Wechsel von zwei Erzähler-Standpunkten aus geschriebene Buch führt uns zurück in die 1960er-Jahre, und ältere Semester werden vieles nachvollziehen und sich darüber freuen können.
Barbara Scharler

Richard Powers. Erstaunen. S. Fischer.
Beglückend selbstreflektierend und wehmutsfrei erzählt.
Johann Gigacher

Mithu Sanyal. Identitti. Hanser.
Der erste Roman der in Düsseldorf geborenen Autorin behandelt das immer wieder diskutierte Thema der Identität. Wer ist wer und welche Folgen ergeben sich daraus? Was darf jemand aufgrund seiner Identität und was nicht? Eine weiße Professorin in Düsseldorf beschreibt sich selbst als Farbige. Im daraus entstehenden Shitstorm muss sich auch ihre Studentin zurechtfinden.
Harald Pennitz

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Verena Keßler. Die Gespenster von Demmin. Piper.
Große Themen wie Leben und Tod, Schuld, Loslassen und Halt geben werden aus der Perspektive der 15-jährigen Larry aufgegriffen, die es kaum aushält in ihrer Heimatstadt und weit weg will von ihrer Mutter und den Anforderungen des Alltagslebens. Mit Leichtigkeit werden schwere Themen aufgegriffen. Der Tod bildet die Klammer zur Vergangenheit (Ende des 2. Weltkrieges), ohne diese Vergangenheit überzustrapazieren. Michaela Wagnest-Papst

Colin Niel. Unter Raubtieren. Lenos.
In diesem ungewöhnlichen und sehr spannenden Ökothriller wird aus der Sicht verschiedener Personen und sogar der eines Löwen erzählt. Ein Tierschützer verfolgt eine junge Großwildjägerin, Menschen, wie Tiere sind Jäger und Gejagte. Die Persönlichkeiten entfalten sich schillernd, die Landschaft Namibias und Frankreichs und die Tierwelt werden poetisch und dramatisch beschrieben.
Ulrike Kraigher

Helga Schubert. Vom Aufstehen. dtv.
Wunderbar formulierte Gedanken am Lebensabend. Spricht mich persönlich sehr an.
Eleonore Wildgruber

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Zsuzsa Bánk. Schlafen werden wir später. S. Fischer.
Eine unglaublich poetische, bildreiche Sprache; phänomenal auch der Stilwechsel von der einen zur anderen Protagonistin.
Elisabeth Glavic

Judith Kerr. Als Hitler das rosa Kaninchen stahl. Ravensburger.
Das ist eine Trilogie, aber mir persönlich gefällt der erste Teil am besten. Die grauenhafte Nazizeit und der Krieg werden so beschrieben, dass man darüber lesen kann, ohne schreiend davonzulaufen.
Christina Bierbaumer

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