Am 29. April 1942 fuhr der Zug des faschistischen Diktators Benito Mussolini in den Salzburger Bahnhof ein, der zuvor mit italienischen und deutschen Flaggen geschmückt worden war.“ Mit diesem fast bedächtigen Satz beginnt Wassili Grossmans epische Schilderung der Schlacht von Stalingrad, die im Februar 1943 mit einer traumatischen Niederlage Nazi-Deutschlands endete, schätzungsweise eine Million Opfer forderte und mehr als jede andere Schlacht des Zweiten Weltkrieges bis heute im kollektiven Gedächtnis verankert ist.