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Eröffnung Carinthischer SommerMichael Köhlmeier: "Wer ist der Täter, wer ist das Opfer?"

Gestern Abend wurde der Carinthische Sommer eröffnet. Die Festrede steuerte Michael Köhlmeier bei. Titel seiner Rede: "Wer ist der Täter, wer ist das Opfer. Eine kleine Phänomenologie der Umkehr". Hier die Rede zum Nachlesen.

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Leipziger Buchmesse
Michael Köhlmeier © APA/dpa-Zentralbild/Jan Woitas
 

Sehr verehrte Damen und Herren,

Ende der Siebziger Jahre des vorangegangenen Jahrhunderts muss es gewesen sein, als ich den erhellend zynischen Satz zum ersten Mal hörte: „Die Deutschen verzeihen den Juden Auschwitz nie.“ – Zynisch ist dieser Satz auf alle Fälle. Warum aber sollte er zudem erhellend sein?

Kommentare (2)
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Mike
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Christus das wahre Opfer

Es ist erstaunlich, wie viele Themen in eine Rede verpackt werden können! Das führt oft dazu, dass deren Inhalte aufgrund deren tw. Komplexität vermengt und unrichtig dargestellt werden!
Herr Köhlmeier erweckt bei mir den Eindruck, dass es genügt ein paar Themen oder Aussagen zu Streifen bzw. zu zitieren und schon ist alles dargelegt! Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, hat den Kreuzestod freiwillig auf sich genommen, um unser aller Sünden zu sühnen! Er ist somit DAS Opfer schlechthin! Aber Er ist kein Täter! Die definierte Unfehlbarkeit des Papstes beschränkt sich nur auf feierlich definierte Lehrmeinungen in Übereinstimmung darüber, was die katholische Kirche immer schon den Gläubigen gelehrt und vorgegeben hat zu glauben!!
Und bitte verschonen Sie uns mit den Kreuzzügen: wer würde nicht sein Heim oder seine höchsten Ideale verteidigen, wenn diese überfallen oder gar geplündert und zerstört würden!

zweigerl
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Ich bin der Köhlmeier und verdrehe die Tatsachen

Ich habe an sich einige Sympathie für narratives Argumentieren, das Köhlmeier, der Erzähler, präferiert und im Dialog mit dem eher analytisch verfahrenden Liessmann gekonnt ausspielt. Aber hier! Das Opfer-.Täter-Umkehr-Schema ist ja brennaktuell durch diese Femizide, wo dann gesagt wird, dass der Täter "traumatisiert" sei, also selber ein Opfer von Umständen, die seine Täterschaft zumindest partiell in Frage stellen, usw. Ein Spiel mit dem Feuer ist das - da sind alle diese "mythischen" Erzählungen Teil - game of the part - eines Verwirrspiels, an dessen Ende alle moralischen Täter-Opfer-Kategorien zusammennbrechen und der Verbrecher hohnlachend das Weite suchen kann. Köhlmeiers laienhaftes Politisieren hat sich schon in der Migrationsdebatte durch plumpe Tricks entlarvt, etwa indem die Abriegelung der Balkonroute mit Nazi-Schlächtermethoden verglichen wurde.