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Egyd Gstättner denkt querDie Locken des Lockdowns

Egyd Gstättner über den Barte seines Lockdowns, Play-off-Bärte und andere Corona-Nebenwirkungen

Bärte sind in Mode - nicht nur in Zeiten von Corona
Bärte sind in Mode - nicht nur in Zeiten von Corona © anela47 - stock.adobe.com
 

So wie jetzt den Lockdown-Bart habe ich mir früher einen Play-off-Bart wachsen lassen. Denn als junger Mann wollte ich nicht nur literarische, also geistige, sondern auch sportliche, also körperliche Triumphe erringen wie vor mir Wolfram von Eschenbach (Turnieren, Tjostieren), Musil (Ringen, Schwimmen), der Wasserballer Torberg oder der Fußballgoalie Nabokov. Ich wählte den edlen Hockey-Sport und brachte es auf immerhin fünf Meistertitel und ein Torschützenkönigtum, was aber nicht besonders schwer war, weil die Konkurrenz bloß aus vier Clubs aus kleineren Kärntner Bezirksstädten bestand. Wir hatten auch nicht viel mehr Zuschauer als heute der KAC, aber das machte nichts: Ich weiß, dass man am Platz in der Wettkampfsituation alles um sich herum vergisst und in seiner Fantasie auf jeden Fall vor (und für) hunderttausend Zuschauer(n) spielt, auch wenn in Wirklichkeit niemand da ist.

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