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Erika Hornbogner„Was mir fehlt, ist Sicherheit“

Interview. Erika Hornbogner, Leiterin der Verlage Wieser und Drava, über ausgefallene Buchmessen, die Wichtigkeit der Buchhandlung als Ort des kulturellen Austauschs und fehlende Planungssicherheit.

„Wenn ein kleiner Verlag wie wir nicht bei einer Messe ist, ist man nicht präsent“, sagt Hornbogner
„Wenn ein kleiner Verlag wie wir nicht bei einer Messe ist, ist man nicht präsent“, sagt Hornbogner © Weichselbraun
 

Die „Buch Wien“ wurde abgesagt, in dieser Woche findet die Frankfurter Buchmesse nur virtuell statt. Welche Auswirkungen hat das auf die Verlage Wieser und Drava?
ERIKA HORNBOGNER: Nicht zu vergessen, dass auch die Leipziger Buchmesse im Frühjahr schon nicht stattfinden konnte. Es wurde geplant und vorbereitet und es hat uns kurzfristig getroffen. Wir sitzen hier auch in der Provinz, auf den Messen erfolgt ein Austausch mit den Autoren, Lektoren, Übersetzern und Verlegern aus der ganzen Welt. Die Buch Wien ist eine Publikumsmesse, dort kann man Autoren eine Bühne geben und verkauft am Stand Bücher. Die Standmiete wird mehr oder weniger mit dem Verkauf der Bücher finanziert, der wirtschaftliche Aspekt und die Programmplanung stehen nicht im Vordergrund. Ganz anderes ist es mit Frankfurt, da sind wir der einzige Kärntner Verlag mit Stand. Dort ist nicht nur das Programm wichtig, das man vorstellt, sondern auch das Netzwerken für die zukünftigen Jahre. Wir haben heuer den Schwerpunkt auf tschechische Literatur gelegt, und ohne diese Messen kommen viele Kontakte gar nicht zustande. Das Buch „Amun“ über kanadische indigene Völker wird jetzt von der Frankfurter Buchmesse in sozialen Medien promotet.

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