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KärntenWenn Namen uns den Weg weisen

Landschaft und Identität bilden eine enge Partnerschaft: „Carinthija 2020“-Projekt sichert slowenische Hof- und Flurnamen.

Hinweisschilder mit Volgonamen – aufgestellt von der Interessensgemeinschaft der Zeller Bauern
Hinweisschilder mit Vulgonamen – aufgestellt von der Interessensgemeinschaft der Zeller Bauern © NANTI OLIP/ URBAN JARNIK
 

Der Wilze-Gipfel ist eine wilde Zacke unterhalb des Koschutnikturmes. Eine Zitadelle aus Stein mit mehreren in den Himmel wachsenden Felszacken. Vilice heißt dieser Berg auf Slowenisch, was Gabel bedeutet. Eine Gabel also mit mehreren Zinken.

Die Landschaft schafft Namen und diese Namen wiederum haben mit Identität zu tun. Die slowenischen Flur- und Hofnamen Kärntens sind seit 2010 immaterielles Kulturerbe Österreichs. „In der Übersetzung geht die Bedeutung aber oft verloren“, sagt Martina Piko-Rustia, Leiterin des in Klagenfurt beheimateten slowenischen Volkskundeinstitutes Urban Jarnik. Seit vielen Jahren unterstützt das Institut daher Initiativen, die Flur- und Hofnamen bewahren - wie eine Kartenserie, die 2008 mit Köttmannsdorf und Zell ihren Anfang hatte. „Mittlerweile gibt es neun Karten aus acht Gemeinden“, sagt Piko-Rustia.

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