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Corona-Gespräch„Es geht auch um symbolische Abgrenzung“

Die Klagenfurter Kulturwissenschaftlerin Anna Schober-de Graaf über die Tradition des Maskentragens, Metaphern des Untergangs und künstlerischen Ausdrucksbedarf in Zeiten der Krise.

Nähe und Isolation in Zeiten von Corona: „Die Liebenden“ (1928) von René Magritte © AP
 

Sind Sie bereits viel mit Maske unterwegs?
ANNA SCHOBER-DE GRAAF: Hin und wieder. Als ich mit meinem Mann und meinem Sohn das erste Mal mit Gesichtsmaske unterwegs war, fand ich das etwas bizarr. Vor allem, weil es vor nicht allzu langer Zeit dieses Vermummungsverbot gab, das sich vor allem gegen muslimische Frauen richtete. So etwas kann also sehr schnell umschlagen. Das war auch in der Türkei der Fall. Unter Atatürk mussten die Frauen das Kopftuch ablegen, jetzt sollen sie es wieder tragen.

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