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Kunst-Abbau irritiertBestürzung unter Kunstfreunden: Graz will Kunstwerk gegen Werbung tauschen

Dass Graz ein Kunstwerk auf dem Hauptplatz sang- und klanglos durch Tourismuswerbung ersetzen will, sorgt im Kulturjahr 2020 für heftige Irritationen. Womöglich ist das letzte Wort aber nun doch noch nicht gesprochen.

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Smileys auf dem Grazer Hauptplatz: Kunstinstallation "Think positive forever" von Sonja Gangl © Ballguide/Pajman
 

Das Vorhaben sorgte für Bestürzung unter Kunstfreunden: Jüngst wurde bekannt, dass der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl die künstlerische Gestaltung der Marktstände auf dem Hauptplatz durch Tourismuswerbung ersetzen will. Statt der bunten Emojis von Sonja Gangls Kunstprojekt „think positive forever“ sollen künftig Reklamebilder für Zeughaus & Co. die Seitenwände der Stände schmücken. Begründung: Die Kunst sei mittlerweile zu unansehnlich.

Kommentare (3)

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stprei
1
7
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Einseitig

Grundsätzlich halte ich es für arrogant, Fotografen einen künstlerischen Anspruch abzusprechen und stattdessen 15 Jahre alte Emojis wie Renaissance-Kunst zu feiern. Auch "Reklamebilder" können ein Kunstobjekt sein, individuell aber auch besonders dann wenn sie die gesamte Vielfalt der Grazer Innenstadt komprimiert am Hauptplatz widerspiegeln und so die Stadt im Zentrum der Stadt erlebbar machen. Nur weil die Idee nicht von einem Künstler sondern von Politik und Stadtmarketing kommt, wird hier wieder laut aufgeschrien.

Zudem ist ein permanenter Wechsel der Kunstobjekte in der Stadt durchaus wünschenswert, da so die ganze Bandbreite der heimischen Künstler eine Bühne bekommt und immer neue Themen und Stile bearbeitet werden können. Die präsentierten Dauerlösungen außerhalb von Graz sind eher Ausdruck fehlender Mittel und Lagermöglichkeiten. Das Stadtmuseum kann sich ja durchaus in einer Ausstellung mit den "alten" Kunstinstallationen beschäftigen und zeigen, was im Fundus alles lagert. Da sind viele Dinge dabei, die bestimmt wert sind, wieder gezeigt zu werden.

Zudem waren viele Einrichtungen ja nie auf Permanenz ausgelegt oder es war klar, dass die Installationen nicht immer bleiben können. Prominente Beispiele dafür sind das Spiegellabyrinth am Freiheitsplatz oder der (gerade von Anrainern vehement bekämpfte) Uhrturmschatten.

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bond007
9
8
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Was nicht alles Kunst ist...

was beschissen aussieht....

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bluebellwoods
3
8
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Besser so

als ein Werbetaferl nach dem anderen...

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