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Zwischen Familienfest und Mut zur Lücke Wie prominente Österreicher Weihnachten feiern

Wir haben Prominente gefragt, was ihnen Weihnachten bedeutet, welche Rituale sie pflegen und wie sie den Heiligen Abend feiern.

Manuel Rubey

Manuel Rubey, Schauspieler: Heuer ist das erste Weihnachten, wo niemand mehr ans Christkind glaubt. Letztes Jahr war es an der Kippe, die Kleine, neun Jahre, hat es eigentlich schon gewusst. Die Große, 13 Jahre, aber ist Romantikerin und wollte, dass sie es noch glaubt – deswegen hat es die Kleine wohl geglaubt: für die Große. Ich würde ja auch gerne nach der Bescherung Leute einladen, um es nicht zu weihnachtlich werden zu lassen. Aber das ist nicht mehrheitsfähig.

ORF

Sabine Herlitschka

Sabine Herlitschka Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG: Ich bin immer wieder berührt von der Wirkung der Weihnachtstage. Es ist die einzige Zeit im Jahr, wo eine Stimmung entsteht, die fast alle von uns ein wenig „verzaubert“ und uns in dieser Zeit etwas verändert. Und ich freue mich darauf, wenn die Familie aus ganz Österreich bei meiner Mutter in Salzburg zusammentrifft. Es wird die eine oder andere ruhige Stunde, ein Buch, einen Film, gemeinsames gutes Essen geben. Ich werde versuchen, zumindest ein paar Tage in eine andere Taktung zu kommen und den Akku etwas aufzuladen.

Infineon Austria

Ramona Siebenhofer

Ramona Siebenhofer, Skifahrerin: Für uns Skifahrer ist die Zeit vor und nach Weihnachten hektisch. Deswegen ist Weihnachten für mich eine kurze Insel der Ruhe, eine Zeit, in der ich abschalten kann. Aber es ist für mich auch und vor allem eine Zeit für und mit der Familie. Wir feiern Weihnachten nicht der Geschenke wegen, wir schenken einander Zeit, die wir miteinander verbringen können. Obwohl wir heuer das erste Mal auch in der Familie wichteln, so wie bei uns im Abfahrtsteam auch.

GEPA pictures

Tarek Leitner

Tarek Leitner, ORF-Moderator und heute bei der "Zeit im Bild" im Dienst: Die Bescherung wird heuer verschoben – und wird wohl erst sehr spät stattfinden. Aber mittlerweile sind die Kinder groß genug und bringen sogar noch die Geduld auf, vorher das Weihnachtsessen zu nehmen.
Sonst sind wir zu dieser Zeit schon im Salzkammergut und schneiden uns ein kleines Christbäumchen aus dem Wald. Das ist unser Ritual am 24. – und wenn es einmal nicht stattfindet, vermissen es die Kinder wie auch wir, und es macht beim nächsten Mal gleich noch viel mehr Freude.

ORF

Ursula Strauss

Ursula Strauss, Schauspielerin: Ich liebe Weihnachten und ich feiere ganz traditionell mit meiner Familie. Weihnachten ist für mich ein Familienfest. Es ist wie eine Lücke im Jahr, wo jeder einmal das Recht hat, nichts zu tun. Und man nicht den komischen Druck verspürt, etwas zum Funktionieren dieser Welt beitragen zu müssen. Die Feiertage sind auch eine Zeit, in der man sich ohne schlechtes Gewissen verkriechen kann. Das liebe ich. Heute feiern wir, mit allem, was dazugehört: Singen und Glockenläuten. Es gibt zwar keine kleinen Kinder mehr, aber die Glocke wird trotzdem geläutet. Das muss so bleiben.

APA/HERBERT NEUBAUER

Brigitte Bierlein

Brigitte Bierlein, Bundeskanzlerin: Ich werde dieses Weihnachtsfest wie jedes Jahr verbringen – sehr traditionell, im Kreise meiner Familie und mit Christbaum. Vermutlich werde ich auch in die Mette gehen, aber das wird dann spontan zu entscheiden sein. Was es zu essen geben wird, weiß ich noch nicht, ich bin nämlich nicht bei mir zu Hause, sondern eingeladen. Da kann man dann auch keine Vorschriften machen. Die letzten Jahre gab es jedenfalls Fondue. Als Kind habe ich sehr häufig Karpfen essen müssen. Das hat mir nicht unbedingt geschmeckt, aber es war Tradition. 

APA/HERBERT NEUBAUER

Nadine Zeintl

Nadine Zeintl, Schauspielerin und Tänzerin: Was mir zu Weihnachten irrsinnig auf die Nerven geht, ist dieser Geschenkterror. Ich habe nichts davon, wenn erwartet wird, dass man sich für ein Geschenk mit einem Gegengeschenk bedanken muss. Das hat mich schon immer gestört. Das Wichtigste ist doch, Weihnachten mit Menschen zu verbringen, die man gerne hat. Niemand sollte sich alleine fühlen, schon gar nicht an diesem Tag. Wegen meiner Katze habe ich zu Hause keinen Christbaum, sondern so einen kleinen Baum von Ikea. Der haltet ewig, macht keinen Dreck und lässt sich schön schmücken. Religiöse Bedeutung hat das Fest für mich nicht. Meistens arbeite ich auch. Heuer komme ich aus München nach Klagenfurt, um für das Jubiläum des klagenfurter ensembles zu proben. Feiern mit Freunden wird sich aber ausgehen!

Kulmer
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