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Anfang OktoberSchimpansen im Unterhaus: Banksy-Gemälde soll versteigert werden

Ein riesiges Leinwand-Gemälde des berühmten Streetart-Künstlers Banksy, das das britische Unterhaus voller Schimpansen zeigt, soll Anfang Oktober in London versteigert werden.

"Devolved Parliament" © Sothebys/Banksy
 

Ein riesiges Leinwand-Gemälde des berühmten Streetart-Künstlers Banksy, das das britische Unterhaus voller Schimpansen zeigt, soll Anfang Oktober in London versteigert werden. Das 2009 entstandene Werk mit dem Titel "Devolved Parliament" ("Dezentralisiertes Parlament") könnte mehr als 1,5 Millionen Pfund (rund 1,7 Millionen Euro) einbringen, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit.

Das Werk gilt mit einer Breite von 4,5 Metern und einer Höhe von fast 2,8 Metern als das größte bekannte Leinwandgemälde Banksys. Der Verkauf ist für den 3. Oktober geplant - rund ein Jahr, nachdem Banksy selbst in eine Sotheby's-Auktion in London eingegriffen hatte, indem er sein Gemälde "Girl with a Balloon" per Schredder zerstörte; und nur wenige Wochen vor dem geplanten Brexit-Termin Ende Oktober. Dieses Mal sei gesichert, dass kein Schredder in dem Gemälde installiert sei, teilte das Auktionshaus mit.

Banksy hatte das "Affen-Gemälde" vor zehn Jahren für das Bristol Museum geschaffen. Der anonyme Eigentümer des Werks lieh es dem Museum Anfang des Jahres - zum einen, um den zehnten Jahrestag der Ausstellung in dem Museum zu würdigen, zum anderen, um an den ursprünglich für den 29. März geplanten EU-Austritt Großbritanniens zu erinnern.

Phantom der Grafitti-Szene: Wer ist Banksy?

Banksys Identität gibt bis heute Rätsel auf.

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Bekannt ist nur, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam. Aufsehen erregte er zuletzt, als bei der Versteigerung eines Bildes dieses nach Auktionsende zum Entsetzen aller plötzlich automatisch geshreddert wurde.

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Einen Namen machte er sich mit seinen gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven.

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Sotheby's wurde 1744 gegründet und hat heute zehn Verkaufshäuser weltweit, darunter New York, London, Genf, Hongkong und Paris.

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Angefangen hat Banksy vor mehr als 25 Jahren in Bristol: damals besprühte er Züge und Häuserwände. Dieses Werk stammt vom letzten Jahr, es war Teil der Ausstellung "Better Out Than In" in New York.

In Paris sind jetzt wieder sechs neue Street-Art-Bilder aufgetaucht, die von Banksy stammen sollen. Experten vermuteten hinter den Motiven eine Kritik an der Flüchtlingspolitik der französischen Regierung.

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Auch in der Nähe der Universität Sorbonne wurde ein mutmaßlicher Banksy entdeckt: Das Kunstwerk zeigt einen Mann, der eine Säge hinter seinem Rücken versteckt und mit der anderen Hand einem Hund einen Knochen hinhält - dem Hund fehlt ein Stück eines Vorderbeins.

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US-ART-STREET-BANKSY

Bereits im März ist in New York ein echter Banksy aufgetaucht: An der Fassade eines zum Abriss bestimmten Gebäudes im Süden Manhattans tauchte eines von Banksys bekannten Bildern einer Ratte auf, die im Ziffernblatt einer Uhr an der Hauswand zu rennen scheint (die Uhr ist Teil der Fassade).

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Seine Werke gingen um die Welt, seine Identität blieb bislang unerkannt.

Auch in Dover (Südengland) tauchte schon ein Banksy auf. Es zeigt einen Arbeiter, der an einem EU-Stern mit dem Hammer herumwerkt.

Wer Banksy tatsächlich ist, darüber wird seit Jahren gerätselt. Eine Theorie ist, dass es sich bei Banksy um Robert Del Naja (rechts), Frontmann von Massive Attack, handelt.

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Am Eingang des Asyllagers im nordfranzösischen Calais befindet sich diese Arbeit von Banksy.

Ein viel fotografiertes Werk ist diese Arbeit von Banksy gegenüber der französischen Botschaft in London.

Diese Arbeit aus dem Jahr 2015 steht auch in Calais und thematisiert ankommende Migranten. Mittlerweile ist das Kunstwerk von Plexiglas geschützt.

Krieg, Faschismus oder das übermäßige Konsumverhalten der Gesellschaft geben ihm seit Jahrzehnten genug Stoff für seine Arbeit.

Und eines passiert nie: seine Arbeiten bleiben niemals unkommentiert oder belanglos. Sie werden kontrovers diskutiert.

Wie diese Arbeit von der West Bank in Betlehem, aufgenommen 2006 zeigt.

Aufsehenerregend zuletzt: die Schau "Dismaland" eine Parodie auf Disneyland

Nachfolgend weitere Werke von Banksy.

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"Unabhängig davon, auf welcher Seite man in der Brexit-Debatte steht, gibt es keinen Zweifel, dass dieses Werk heute relevanter ist als jemals zuvor", erklärte Sotheby's laut BBC. Alex Branczik von Sotheby's sagte, Banksy sei den "brennenden Problemen des Tages" entgegen getreten. Er habe die "kompliziertesten politischen Situationen der Gesellschaft in nur ein einziges, täuschend einfaches Bild destilliert, das in unserer Zeit schnell in den sozialen Medien zu teilen ist".

Banksys Identität gibt bis heute Rätsel auf. Bekannt ist nur, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit seinen gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven. Wissenschafter wollen 2016 herausgefunden haben, dass es sich bei Banksy um einen gewissen Robin Gunningham aus Bristol handelt. Eine andere Theorie "verdächtigt" Robert Del Naja, Sänger der britischen Band Massive Attack. Bisher gibt es allerdings weder für die eine, noch für die andere Theorie Beweise.

 

 

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