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Theaterformen zwischen Ekel und SauberkeitSeife aus menschlichem Körperfett

In der Theaterarbeit "Schuldfabrik" geht es um Seife aus menschlichem Körperfett. Die begehbare Installation ist bis zum 17. Juni täglich in Braunschweig geöffnet.

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Sujetfoto Seife © Bernd Rehorst - Fotolia (Bernd Rehorst)
 

In der Theaterarbeit "Schuldfabrik" geht es um Seife aus menschlichem Körperfett. Die "Installation" ist derzeit beim Festival "Theaterformen" in Braunschweig zu sehen.

Das Werk von Julian Hetzel ist mitten in einer Einkaufspassage in der Innenstadt entstanden. Der Besucher wird durch einen Laden geführt, dessen einziges Produkt Seife ist - angeblich aus menschlichem Körperfett.

Erlös geht an Hilfsprojekt in Afrika

Das Fett soll aus Abfällen von Schönheitsoperationen stammen. Mit dem Erwerb soll der Theatergast laut Hetzel die Möglichkeit erhalten, sich von Schuld freizukaufen. Der Erlös soll an ein Brunnenbauprojekt in Afrika gehen.

Kritik: Werk erinnert an die Verwertung menschlicher Körper in der NS-Zeit

Der deutsche Künstler Hetzel hat seine "Schuldfabrik" schon in Österreich (beim "steirischen herbst" 2016) und den Niederlanden gezeigt. Rund um die Aufführungen sah er sich mit Kritik konfrontiert. Die Idee sei nicht ganz neu und das Werk im Hinblick auf die NS-Geschichte nicht unproblematisch, da es an die Verwertung menschlicher Körper in den Konzentrationslagern erinnere.

Theaterformen zählt zu den größten internationalen Theatertreffen im deutschsprachigen Raum. Der Veranstaltungsort wechselt jährlich zwischen Hannover und Braunschweig.

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