Das virtuose Jonglieren mit den Wörtern

Verbal-Akrobaten prägen die jüngsten Lichtungen.

 

Noch immer schwärmt die Lichtungen-Delegation über die Heft-Präsentation in Tel Aviv, die zum literarisch-kulinarischen Großereignis geriet, die nächste Ausgabe mit einem speziellen Sonderthema ist bereits weitgehend gediehen, aber es gibt auch enorm reichhaltigen Lesestoff in Heft 133, das ideal auf nahende literarische Schwerpunkte einstimmt. Neue Lyrik aus Portugal und vor allem exzellente neue Prosa aus Brasilien bieten famosen Vorgeschmack auf den Bücherherbst.

Dieser wird ja dominiert durch die Präsenz Brasiliens bei der Frankfurter Buchmesse, die auch eine Vielzahl an südamerikanischer Gegenwartsliteratur mit sich bringen. Hier jonglieren Meister der Sprache mit den Wörtern und verweisen, wie es Rafael Sperling in seiner herrlich skurrilen Geschichte "Der Schiedsrichter, der lieber Künstler geworden wäre", auf ein anderes Spektakel - die nächste Fußball-WM, die 2014 in Brasilien ausgetragen wird.

Unter den "Neuzugängen" sticht Ulrike Anna Bleier mit einem Auszug aus dem Roman "Kindspech" besonders hervor, im Bereich der Essays ist mit David Grossman ein absoluter, weltweit gefeierter Hochkaräter vertreten, der den internationalen Stellenwert dieser Literaturzeitschrift eindrucksvoll untermauert. Diese Bedeutung wächst noch durch den Beitrag des algerischen Schriftstellers über eine Jerusalem-Reise und die neue Vernetzung mit einer literarischen Friedensinitiative in Nah-Ost. Pflichtlektüre? Davon kann man ausgehen. WK

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