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Es braucht eine starke Szene

Martin Gasser
Ressortleitung Kultur und Medien
49. Tage der deutschsprachigen Literatur 2025, Ingeborg-Bachmann-Preis
Preisverleihung Bild, Natascha Gangl, Ingeborg Bachmannpreis und BKS Publikumspreis
© Johannes Puch
49. Tage der deutschsprachigen Literatur 2025, Ingeborg-Bachmann-Preis Preisverleihung Bild, Natascha Gangl, Ingeborg Bachmannpreis und BKS Publikumspreis

Natascha Gangl ist einer starken steirischen Szene entwachsen. Die gilt es zu pflegen.

Natascha Gangl hat den Bachmann-Preis erhalten. Es ist der dritte Sieg für Literatur aus der Steiermark innerhalb relativ kurzer Zeit. Nach Ferdinand Schmalz 2017 und Nava Ebrahimi 2021. Die steirische Literaturszene ist stark. Solche Talente müssen gefördert werden. Zu einer Zeit, die lange vor einem Bachmann-Preis und seinem Scheinwerferlicht anfängt. Eine Binsenweisheit. Aber ohne dies gäb‘s eventuell keine Preisträger und Namen wie Clemens J. Setz, Max Höfler, Olga Flor, Gerhild Steinbuch, Fiston Mwanza Mujila, Andreas Unterweger usw. usf.

Allein in Graz gibt es ein Literaturhaus, mehrere Literaturzeitschriften, Institutionen wie das Forum Stadtpark und das Kultum haben Literaturprogramme. Und dann gibt es Einrichtungen wie das Drama Forum, das unter anderem von Schmalz und Gangl frequentiert wurde. Das wird von Edith Draxl geleitet, die kürzlich als Vorsitzende des Kulturkuratoriums entfernt wurde und deren Aktivitäten ständig von Subventionskürzungen bedroht sind.

Es ist wohl eine gewisse Genugtuung, dass Gangl nun viel Aufmerksamkeit erhält. Aber von der kann man sich nix kaufen und auch niemanden fördern. Das geht nur auf Grundlage einer guten Kulturpolitik.

Bachmann-Preis