Rational betrachtet: Frisst oder schafft Digitalisierung Arbeitsplätze? Keine ganz neue Frage: Seit der Personal Computer ab 1984 global in den Büros Einzug gehalten hat, spalten sich die Geister. Von akuter Jobpanik bis zum Träumen vom Paradies für Werktätige reicht das Spek­trum. Tatsache ist: Nie zuvor waren etwa in Österreich so viele Menschen berufstätig wie heute, vor allem, weil der Dienstleistungssektor über die Maßen brummt.
Nun also die nächste digitale Revolution. Wieder warnen Apologeten des Weltuntergangs vor drohender massenhafter Vernichtung von Jobs. Und diesmal könnte an schrillen Kassandra­rufen tatsächlich etwas dran sein. Wurden bisher vor allem Stellen von Hilfsarbeitern und Pflichtschulabsolventen wegrationalisiert, trifft es nun auch Top-Ausgebildete, wenn diese quasi über Nacht von Computer-Algorithmen ersetzt werden.