FH KärntenDigitale Kommunikation: Testverfahren für das „Almhütten-Internet“

Mobilfunkexperten der FH Kärnten prüfen das Satellitennetzwerk „Starlink“. Interessant sei das System unter anderem als Notfallreserve, falls Standleitungen ausfallen – oder für abgelegene Orte wie Almhütten in den Bergen.

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© Henry Czauderna - stock.adobe.com
 

Wir sind es inzwischen gewohnt, immer und überall online zu sein – wenn uns unsere Smartphones einmal verbindungstechnisch im Stich lassen, fällt das unangenehm auf, ist aber in Zeiten von zuverlässiger Netzabdeckung nur noch selten ein Problem. Anders in abgelegenen Orten ohne Mobilfunknetz: Wer in entlegenen Gebieten auf eine Internetverbindung angewiesen ist, hat oft seine liebe Not.

Satelliten im Weltall sollen dabei Abhilfe schaffen: In 500 Kilometern Höhe entsteht gerade ein hochmodernes Funknetzwerk, das mit dem Vorläufer-Satelliteninternet nicht mehr viel gemeinsam hat. „Der Zugang ins Internet, der hier geschaffen wird, ist in Sachen Qualität durchaus vergleichbar mit einer Glasfaserverbindung“, sagt Helmut Wöllik. Der FH-Professor für Mobilkommunikation und Mobilnetzwerkplanung an der FH Kärnten testet mit dem Klagenfurter Eventtechnik-Unternehmen Stereo Media das Satellitennetzwerk „Starlink“.

Konkret geht es dabei um Praxistests hinsichtlich der Zuverlässigkeit und der Bandbreite dieses Satellitennetzwerks. Ein ganzes Team des Studiengangs Communication Engineering der FH ist damit schon seit Juni beschäftigt, die Tests werden im Abstand von zwei bis drei Monaten regelmäßig wiederholt, um das Netzwerk auch langfristig beurteilen zu können.

„Die ersten Tests haben gute Ergebnisse geliefert, es konnten Spitzendatenraten von 330 Mbit/s im Download und 60 Mbit/s im Upload gemessen werden“, sagt Wöllik. Interessant sei das System unter anderem als Notfallreserve, falls Standleitungen ausfallen – oder für abgelegene Orte wie Almhütten in den Bergen.

FH/Helge Bauer Mobilfunk-Experte Helmut Wöllik
Mobilfunk-Experte Helmut Wöllik © FH/Helge Bauer

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