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FH KärntenSiegfried Spanz: „Wir laufen nahezu im Vollbetrieb“

Siegfried Spanz, der Geschäftsführer der FH Kärnten, über krisenbedingte Umstellungen und Anpassungen.

Siegfried Spanz ist Geschäftsführer der FH Kärnten
Siegfried Spanz ist Geschäftsführer der FH Kärnten © FH Kärnten/Helge Bauer
 

Herr Spanz, wie lautet Ihr erstes Fazit nach einem Monat Ausnahmesituation an der FH?
SIEGFRIED SPANZ: Ich bin ehrlich gesagt begeistert, weil ich nicht erwartet hätte, dass der Umstieg auf die digitale Lehre so schnell und effizient passieren kann, wie es bei uns gelungen ist. Wir waren am 10. März damit konfrontiert, von einem Tag auf den anderen auf E-Learning umzustellen. Die kleineren Probleme am Anfang, wie zu geringe Bandbreiten bei den Internetverbindungen der Lehrenden, haben wir schnell in den Griff bekommen. Wir laufen seit Beginn der Krise nahezu im Vollbetrieb weiter.

Sie sagen „nahezu“. In welchen Bereichen stößt die Fernlehre an ihre Grenzen?
Natürlich gibt es Lehrveranstaltungen in Laboren oder andere praktische Übungen, die sich nicht über das Internet abwickeln lassen. Diese Labore verschieben wir nach hinten und holen sie nach.

Was bedeuten die Einschränkungen für den Forschungsbetrieb an der FH Kärnten?
Die Forschungsarbeiten laufen ungehindert weiter, es gibt lediglich ein paar kleine Verschiebungen. Unsere technische Infrastruktur ist für das Arbeiten im Homeoffice bestens gerüstet. Wir haben mittlerweile viel dazugelernt, was die Verwendung unterschiedlicher Online-Tools betrifft.

Wie gehen die FH-Studierenden mit der Situation um? Bekommen Sie da Rückmeldungen?
Die Situation ist für die Studierenden wie für uns alle eine große Herausforderung. Sie sind mit einer komplett neuen Art und Weise des Lernens konfrontiert, dies ist natürlich sehr belastend. Unsere Lehrenden nehmen das Feedback sehr ernst und arbeiten laufend daran, die Studierbarkeit zu optimieren.

In welche Richtung könnte diese Optimierung gehen?
Wir versuchen, die Online-Angebote für unsere Studierenden wie für unsere Mitarbeiter laufend zu erweitern, um ihnen trotz Distanzlehre und Homeoffice soziale Kontakte zu ermöglichen. Das ist ein Learning-by-Doing-Prozess, aus dem wir jetzt das Beste machen müssen.

Wie geht die FH mit Abschlussarbeiten und Prüfungen um?
Unsere Bibliothek hat das Online-Angebot erweitert. Weiters wollen wir speziell für Studierende im Abschlusssemester eine Lösung finden, bei der dringend benötigte Bücher für Abschlussarbeiten nach Hause zugesandt werden. Zudem hat unser Kollegium eine neue Prüfungsrichtlinie beschlossen, die sichere Online-Prüfungen ermöglichen soll.

Und die Rückkehr zur Normalität?
Bleibt ein Fragezeichen. Als Erstes soll aber der Laborbetrieb wieder anlaufen – unter allen Sicherheitsregeln.

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