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Forschung aus Kärnten - AAUEin Assistent, der auf unsere Gesundheit hört

Wer viele Gesundheitsdaten im Überblick behalten muss, hat es nicht leicht. Ein Sprachassistent soll Abhilfe schaffen.

Ein Tablet-Computer, dem man seine aktuellen Blutdruckwerte erzählt: So stellen sich die Forscher den Gesundheitsassistenten der Zukunft vor
Ein Tablet-Computer, dem man seine aktuellen Blutdruckwerte erzählt: So stellen sich die Forscher den Gesundheitsassistenten der Zukunft vor © Production Perig - stock.adobe.com
 

Sprachgesteuerte Assistenten wie Alexa oder der Google Assistant wissen viel – so viel wie das Internet selbst. Aber oft verstehen sie die Fragen ihrer Benutzer nicht, stoßen schnell an die Grenzen ihrer Programmierungen und müssen sich mit einem „Das weiß ich nicht“ geschlagen geben. Das Kärntner Forschungsprojekt AYUDO will das besser machen: ein Assistent, der älteren Menschen beim Managen ihrer Gesundheitsdaten hilft – und sie dabei auch gut versteht.

„Ältere Menschen müssen viele ihrer medizinischen Werte ständig überwachen – von Blutdruck über Gewicht bis hin zum Zuckerspiegel. Um diese Daten im Auge zu behalten, gibt es zwar schon gute technische Unterstützung, aber gerade für Ältere mit wenig Erfahrung in der Computernutzung stellen die eine Schwierigkeit dar“, sagt Projektleiterin Claudia Steinberger. Die Informatikerin, die sich schon länger mit Unterstützungssystemen für ältere Menschen beschäftigt, kam daher auf die Idee, eine Steuerung über die Sprache zu erforschen. Seit Oktober arbeitet sie mit einem Team aus Medizinern, Psychologen und Informatikern zusammen, um einen Sprachassistenten zu entwickeln, der auf die Bedürfnisse von älteren Menschen mit chronischen Krankheiten zugeschnitten ist.

Großes Augenmerk liegt im Projekt darauf, die Betroffenen mit einzubeziehen. „Wir werden Patienten genau befragen, was sie sich von einem sprachgesteuerten Assistenten erwarten. Mit diesem Wissen möchten wir dann den Assistenten mit einer Art Persönlichkeit ausstatten, die mögliche Barrieren bei der Nutzung abbauen kann“, sagt Steinberger.

Datenschutz ist ihr ein wichtiges Anliegen, deshalb wird auch auf die Dienste der Internet-Riesen wie Amazon und Google verzichtet. Gesammelten Daten können bei Bedarf auch mit Pflegenden und behandelnden Ärzten geteilt werden. Außerdem ist eine Verknüpfung mit der elektronischen Gesundheitsakte ELGA angedacht: „Alles mit dem Ziel, das Managen der Gesundheit zu erleichtern.“

Zum Projekt

AYUDO ist ein Forschungsprojekt des Instituts für Angewandte Informatik der Uni Klagenfurt, an dem auch die Forschungsgruppe am Institut für Informatik-Systeme beteiligt ist. Kooperiert wird mit dem Klinikum Klagenfurt, der FH Kärnten und der Klagenfurter Softwareschmiede Groiss Informatics. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom FFG unterstützt und verfügt über einen Umfang von 650.000 Euro.

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