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FH KärntenAuswege aus der „Demenzfalle“ gesucht

Experten und Betroffene kamen in Feldkirchen zusammen, um über ein gutes Leben mit Demenz zu sprechen. Eine Publikation zum Thema hat dafür Empfehlungen parat.

Eva Mir forscht an der FH zu Demenz
Eva Mir forscht an der FH zu Demenz © KK
 

Weg mit der Angst, weg mit dem Tabu: Das war der Anspruch der Veranstaltung „Nicht auf das Thema Demenz vergessen – ein Fachtag“, der Mitte Juni an der FH Kärnten am Campus Feldkirchen über die Bühne ging. Mit dabei waren 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Menschen mit Demenz, Angehörige, in Gesundheits- und Sozialberufen Tätige, Wirtschaftsvertreter und Studierende.

Organisiert wurde der Fachtag von Demenz-Expertin Eva Mir, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Doris Gebhard von der TU München das Herausgeberwerk „Gesundheitsförderung und Prävention für Menschen mit Demenz“ (Springer) präsentierte. Das Buch will mit Vorurteilen und Ohnmachtsgefühlen bei Demenzerkrankungen aufräumen und liefert den neuesten Stand der Forschung, Praxisbeispiele und Empfehlungen für den Alltag.

Eine dieser Empfehlungen liegt Eva Mir besonders am Herzen: „Menschen in Pflegeheimen sollten ihrer Biografie entsprechend betreut werden. Jemand, der sein Leben lang in der Landwirtschaft gearbeitet hat, sollte nicht in Bastelgruppen gesteckt werden, sondern draußen im Garten Blumen pflanzen können.“

Musik und Bewegung sollten ebenfalls in den Pflegealltag einfließen. „Das ist keine Frage von zusätzlichen Ressourcen, sondern einer gesundheitsfördernden Haltung“, sagt Mir.

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