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Forschung aus Kärnten - FHJunge Flüchtlinge als Fachkräfte

FH Kärnten macht mit Projekt „TourIK“ Flüchtlinge fit für den Tourismus und will dem Fachkräftemangel entgegensteuern.

Während des FH- Projektes wurden junge Flüchtlinge und Asylberechtigte als Fachkräfte für den Tourismus ausgebildet
Während des FH- Projektes wurden junge Flüchtlinge und Asylberechtigte als Fachkräfte für den Tourismus ausgebildet © Gerhard Seybert - stock.adobe.com
 

Fachpersonal ist in vielen Branchen rar – so auch im Tourismus. Diakonie, FH Kärnten und Verein TW LAB Fachberufsschule der Fachberufsschule Villach halten mit dem Projekt „TourIK – Tourismus und Integration in Kärnten“ dagegen. „Das Projekt zielt darauf ab, junge unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, junge Asylwerber, aber auch junge anerkannte Flüchtlinge und Asylberechtigte als Fachkräfte für den Tourismus auszubilden“, sagt Marika Gruber vom Studienbereich Wirtschaft und Management der FH Kärnten, die das Projekt wissenschaftlich begleitet und evaluiert. „Dabei entsteht eine Win-win-Situation für beide Seiten.“

Mit „TourIK“ wurde in den vergangenen zwei Jahren das Potenzial von 34 zugewanderten Menschen durch eine Ausbildung in der Zeit vor und nach Asylzuerkennung geweckt. Es wurde ihnen beim Start in Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse unter die Arme gegriffen. Durch die touristisch vorgebildeten TourIK-Praktikanten und Lehrlinge konnten Betriebe unterstützt und Lehrverhältnisse herzustellen werden. Sogenannte „Matching-Sessions“ halfen dabei, den passenden Ausbildungsbetrieb sowie das geeignete Personal zu finden.

Nicht zu unterschätzen war der emotionale Ballast ihrer Flucht, den die Teilnehmer bewältigen müssen. „Flüchtlinge leiden häufig an post-traumatischen Störungen“, sagt Migrationsforscherin Gruber. Während des Vorhabens wurden die jungen Menschen sozialpädagogisch von der Diakonie unterstützt. Die FH Kärnten hingegen begleitete das Projekt wissenschaftlich. „Wir konnten unter anderem Erkenntnisse für die erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und deren soziale und fachliche Begleitung ableiten sowie die Wirkungen von Ausbildung und Job auf die jungen Flüchtlinge analysieren“, sagt Gruber.

Für einige Teilnehmer aus Afghanistan, Syrien, Iran und Irak konnten bereits Lehrverhältnisse und ein reguläres Arbeitsverhältnis erzielt werden.

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