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Forschung aus Kärnten - AAUQualität von Operationen optimieren

Algorithmen sollen die Fehlersuche bei laparoskopischen Videoaufnahmen nach gynäkologischen Eingriffen erleichtern.

Bei Laparoskopien während Operationen entstehen Videoaufnahmen, die im Nachhinein zur Qualitätsbewertung auf Fehler durchsucht werden. Informatiker entwickeln jetzt einen Algorithmus, der sogar kleinste Fehlbewegungen erkennen wird können
Bei Laparoskopien während Operationen entstehen Videoaufnahmen, die im Nachhinein zur Qualitätsbewertung auf Fehler durchsucht werden. Informatiker entwickeln jetzt einen Algorithmus, der sogar kleinste Fehlbewegungen erkennen wird können © santypan - stock.adobe.com
 

Seit 2012 forscht Klaus Schöffmann vom Institut für Informationstechnologie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt im Bereich der automatischen Inhaltsanalyse von medizinischen Videoaufnahmen. „Wir konnten bislang Instrumente, anatomische Strukturen, chirurgische Aktionen und Rauch, der durch hochfrequentes Schneiden oder Lasern entsteht, in den Videoaufnahmen, die während einer Operation mit dem Laparoskop gemacht werden, herausfiltern“, sagt Schöffmann. „Damit ermöglicht man Chirurgen in weiterer Folge eine inhaltsbasierte Suche im Videoarchiv, wodurch sie Ausschnitte schnell finden und etwa für Schulungen verwenden können.“

Mit seinem aktuellen Projekt „Surgical Quality Assessment in Gynecologic Surgery“ will er mit seinen beiden Doktoranden Sabrina Kletz und Andreas Leibetseder einen Schritt weiter gehen. Der Informatiker möchte Algorithmen entwickeln, die im Nachhinein die laparoskopischen Videoaufnahmen auf Fehler durchsuchen. Damit soll die Qualität von gynäkologischen Operationen verbessert werden. „Zurzeit sitzen erfahrene Chirurgen stundenlang vor den Aufzeichnungen und durchsuchen sie nach Fehlern“, sagt Schöffmann, der eng mit dem Gynäkologen Heinrich Husslein vom AKH Wien zusammenarbeitet. „Mithilfe eines Algorithmus soll die Fehlerbewertung in Zukunft automatisch verlaufen.“ Das automatische Erkennen von Fehlern sei herausfordernd, da es sich oft um nur sehr kleine Fehlbewegungen handle. „Laparoskopieinstrumente sind über die Sicht am Bildschirm oft sehr schwierig zu navigieren – man hat ja keine direkte Sicht, sondern nur über den Monitor und oft auch noch spiegelverkehrt“, sagt Schöffmann. Aus diesem Grund will der Wissenschaftler mit seinem Team technische Werkzeuge entwickeln, die bei der automatischen Videoanalyse zur Qualitätsverbesserung nach gynäkologischen Operationen zum Einsatz kommen können.

Das Forschungsprojekt läuft seit April und wird vom Wissenschaftsfonds – kurz FWF – gefördert.

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