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Tierisch gutDie perfekte Work-Dog-Balance im Büro

Umfragen stellen dem Hund am Arbeitsplatz ein gutes Zeugnis aus. Stress soll er reduzieren und die Produktivität steigern. eine aktuelle Umfrage von Mars Austria zeigt, dass kleinere Betriebe in sachen Vierbeiner deutlich entgegenkommender sind, als große.

Tierisch gt fürs Büro oder muss er zuhause bleiben? © (c) sergign - stock.adobe.com
 

Sabine Pölzl hat ein Problem. Ihr alter Chef hatte Hunde gern. Timo durfte sie zur Arbeit begleiten und bekam von den Kollegen regelmäßig Streicheleinheiten. Jetzt ist der Chef in Pension, die Firma organisierte sich neu und die 52-Jährige wurde nun von der Führungsspitze darüber informiert, dass Haustiere am Arbeitsplatz nicht länger erwünscht sind. „Hundesitter verlangen im Durchschnitt acht Euro pro Stunde“, sagt sie. „Das kann ich mir nicht leisten.“ Lösung hat sie noch keine.

In Sabine Pölzls Fall ist die Entscheidung gefallen. Laut Arbeiterkammer hat man auch keinen Rechtsanspruch darauf, den Hund mit zur Arbeit zu nehmen. Ob man sich als Unternehmen damit etwas Gutes tut, bleibt fraglich. Denn Hunde können sich positiv auf das Büroklima auswirken.

Nach einer aktuellen Umfrage unter rund 2000 Österreichern findet die Hälfte der Befragten, dass sich die Vierbeiner positiv auf die Gemeinschaft unter Kollegen auswirken, rund 45 Prozent, dass die Tiere den Stresslevel senken, und etwa 15 Prozent glauben sogar daran, dass sie die Produktivität steigern.

Hinderlich bei der Produktion

Natürlich hängt es von der Branche oder der Art der Tätigkeit ab, ob Haustiere generell mit zur Arbeit dürfen. In der Produktion ist es undenkbar, dass Hunde durch die Fertigung flitzen, unpassend wäre es bei Kundenkontakt. Eine zweite Umfrage unter 500 Arbeitnehmern bestätigt, dass in Großkonzernen eher ein Hunde-Veto herrscht als in kleineren Betrieben.

Wer vorhat, Hundebesitzer zu werden, sollte sich nicht auf den herzerweichenden Blick seines künftigen Schützlings verlassen, sondern vorher im Unternehmen nachfragen. Erste Anlaufstelle ist der Vorgesetzte, zweite sind die Kollegen, denn auch sie müssen sich mit der Entscheidung wohlfühlen.

Die Petiquette

Laut Umfrage von Mars Austria betrachten vor allem Firmen mit vielen Beschäftigten eigene Regeln für das Miteinander von Mensch und Tier als sinnvoll. Rund die Hälfte (47 %) der Firmen, die Hunde erlauben, haben solche Regeln festgelegt, allerdings überwiegen informelle Regelungen, auf die sich die Beschäftigen untereinander geeinigt haben. Nur knapp jeder fünfte Betrieb (18 %) verfügt über eine offizielle, schriftlich festgehaltene Richtlinie. Wobei Unternehmen mit vielen Beschäftigten eher eine offizielle Regelung getroffen haben.

Eine solche Regelung gibt es auch bei Mars Austria: „Wir haben eine so genannte ‚Petiquette’ entwickelt, an die sich sowohl Hundehalter als auch alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten. Das ist bei einem Großraumbüro wie unserem besonders wichtig, damit sich alle Beteiligten – jene mit und jene ohne eigenen Hund –wohlfühlen“, erklärt Birgit Weber-Wesely, Personaldirektorin von Mars Austria und dort erste Ansprechperson zum Thema Bürohunde. So können nur Hunde ins Büro mitgebracht werden, die gesund sind, sich mit den anderen – auch tierischen – Kollegen vertragen und sich beispielsweise bei Telefonaten und Besprechungen ruhig verhalten. „Dank unserer Petiquette funktioniert der Arbeitsalltag reibungslos, auch wenn mehrere Hunde zugleich im Büro anwesend sind“, so Weber-Wesely.

 

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