KARRIEREMESSE

Jobmesse Meet & Match: Wie wichtig sind Soft Skills?

Am 14. April findet am Campus Villach die Karrieremesse "Meet & Match" statt. Rund 40 unternehmen "matchen" sich mit Studierenden und Absolventen. Bei einer Diskussion im Vorfeld wurde das Thema Soft Skills beleuchtet.

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Diskussionsrund: Günter Senoner, Birgit Wilpernig, Otto Greiner, Carmen Oitzinger, Thomas Kesselbacher, Otto Greiner © (c) Kleine Zeitung Helmuth Weichselb (Weichselbraun Helmuth Weixxx Helmuth Weichselbraun / Kleine Z)
 

Am 14. April findet am Campus Villach die Karrieremesse "Meet & Match" statt - was ist das Besondere daran?

BIRGIT WILPERNIG: Die "Meet & Match" ist eine kleine, aber feine Jobmesse, die heuer zum sechsten Mal stattfindet. Studierende und Absolventen können am Campus Villach mit rund 40 Unternehmen direkt in Kontakt treten.

Warum nehmen Sie daran teil?

GÜNTER SENONER: Die Karrieremesse ist eine gute Gelegenheit für uns, in Kontakt mit Studierenden zu kommen. Insbesondere interessiert sind wir an Absolventinnen und Studierenden aus Bauingenieurwesen und natürlich auch Wirtschaft.

THOMAS KESSELBACHER: Es ist eine super Möglichkeit, weil wir die Chance haben, direkt mit der Wirtschaft in Kontakt zu treten.

Legen Sie großen Wert auf Social Skills - und wie würden Sie den Begriff überhaupt erklären?

SENONER: Ich würde ihn als Einstellungen, Fähigkeiten, Verhaltensweisen von Personen in unterschiedlichen Bereichen verstehen - einerseits Selbstkompetenz, andererseits aber auch Fähigkeiten in der Interaktion mit anderen. Sei es im Team oder in Führungssituationen. Darüber hinaus braucht es methodische Kompetenzen - Projektmanagement oder Ähnliches.

Wie schult man Social Skills?

CARMEN OITZINGER: Wir hatten Lehrveranstaltungen, in denen wir auf die Berufswelt vorbereitet wurden - Konfliktmanagement etwa, diverse Präsentationstechniken, wie kommuniziert, agiert man richtig. Wie nimmt man Feedback an.

KESSELBACHER: Der Bereich Wirtschaft an der FH Kärnten führt seit einigen Jahren gleich zu Beginn des Studiums die Leute in Outdoortrainings zusammen. Man muss sich miteinander beschäftigen, Probleme gemeinsam lösen, verliert dabei die Scheu vor dem Kontakteknüpfen. Im Projektmanagement dürfen wir Projekte machen, die über die FH hinausgehen. Wer scheitert, scheitert. Das ist nicht schlimm.

WILPERNIG: Begleitend zu den Hard Skills bieten wir auch Soft Skills im Rahmen von Karriereveranstaltungen an der FH Kärnten an. Unter anderem in Kommunikations- oder Präsentationstechnik - einfach in Bereichen, in denen Studenten oder auch Absolventen sich noch nicht so sicher sind. Das sind kostenlose Seminare, die auf freiwilliger Basis stattfinden und helfen sollen, sattelfester zu werden.

Welche sozialen Kompetenzen sind die wichtigsten im Arbeitsleben?

SENONER: Die Skills, die wir uns wünschen, sind etwa ein adäquates Kommunikationsverhalten - also die Fähigkeit, so zu kommunizieren, dass es auch im Sinne unserer Werte ist. Konflikte sollen angesprochen, aber immer konstruktiv und lösungsorientiert behandelt werden. Daraus leitet sich die Fähigkeit ab, in Teams zu agieren.

FLORIAN BUCHNER: Bei den fachlichen Facts können wir klar sagen: Die müsst ihr lernen. Anders bei den Social Skills. Wir können hier nur begleiten - die Persönlichkeit eines jeden Einzelnen macht viel aus, das finde ich auch sehr wichtig. Spannend ist es, beides in Verbindung zu bringen: Eines unserer Konzepte ist ein Fantasieland, in dem sich die Studierenden in Kleingruppen organisieren und ein neues Gesundheitssystem entwickeln müssen.

KESSELBACHER: Wichtigster Social Skill ist die Loyalität - gegenüber der Organisation und einem selbst. Sei, wer du bist, und mach das Beste daraus!

Wie sehen Sie die Gewichtung zwischen Fachkompetenz und sozialen Fähigkeiten?

OTTO GREINER: Wenn wir Projektleiter auswählen, dann ist es Voraussetzung, dass sie fachlich kompetent sind, aber ohne soziale Kompetenz kann man keine Führungsverantwortung übernehmen. Führen heißt Dienstleistung für den Mitarbeiter. Das heißt aber auch, dass ich im Team für die nötigen Rahmenbedingungen sorgen muss, die ein soziales Klima, eine gute Kommunikation zulassen.

Wie kann ich das als Führungskraft erreichen?

GREINER: Das beginnt bei der Vorgabe von klaren Zielen. Viele Projekte scheitern auch aufgrund mangelnder Kommunikation im Team. Die direkte Kommunikation ist durch nichts zu ersetzen. Als Chef begrüßt man jeden Mitarbeiter mit Handschlag, dann weiß man schon, wie es ihm geht. So kann man sich als Führungskraft darauf einstellen.

Eine schnelle letzte Frage: Was sind Ihre wichtigsten Social Skills?

OITZINGER: Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch, teamfähig, empathisch...

KESSELBACHER: Sozial agil, charismatisch, natürlich teamfähig...

ZUR MEET & MATCH

Donnerstag, 14. April 2016 von 10 bis 15 Uhr
Die Meet & Match ist eine kleine, aber exklusive Jobmesse, die ihre Jobangebote zielgerecht auf das Studienangebot der Hochschule anpasst.

Programm und Ablauf der Jobmesse:

Ab 10.00 Uhr Meet & Greet beim Kleine Zeitung Frühstück im Foyer
Eröffnung der Messe und Messebetrieb
10 – 15 Uhr Messebetrieb und Firmenvorstellungen im Audimax
15 Uhr Impulsvortrag von Alois Planner und Verkostung LONCIUM im Foyer

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