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VölkermarktDie Herbstferien werden in Völkermarkt heiß diskutiert

Im Bezirk Völkermarkt gibt es unterschiedliche Meinungen zu den Herbstferien. Das Gymnasium hat sich dafür entschieden.

Die Schüler des Alpen-Adria-Gymnasiums freuen sich über Herbstferien
Die Schüler des Alpen-Adria-Gymnasiums freuen sich über Herbstferien © Markus Traussnig
 

Um die sogenannten „Herbstferien“, die heuer im Bezirk Völkermarkt vom 26. Oktober bis 4. November von einigen Schulen in Anspruch genommen werden, sind heiße Debatten entbrannt. Sind Herbstferien sinnvoll oder nicht? Brauchen die Kinder schon im Herbst eine Auszeit?

Die Tendenz vieler Schulen, drei von fünf schulautonomen freien Tage zu blocken und für Herbstferien zu nutzen, ist nicht für alle Beteiligten erfreulich. An den Volksschulen Tainach und St. Margarethen am Töllerberg gehen die Wogen hoch. „Ich weiß noch immer nicht, ob mein Kind Herbstferien hat oder nicht. Ich muss das mit meiner Arbeit klären. Ich weiß nicht, ob ich so kurzfristig frei bekomme“, ist eine Mutter verärgert. Erst kommenden Mittwoch trifft sich das Schulforum, um eine Entscheidung zu treffen. Auch Schulverbundleiterin Monika Ouschan-Zidej weiß noch nicht, wofür das Schulforum stimmen wird. „Die Gegner und die Befürworter von Herbstferien halten sich bei uns die Waage. Es wäre sinnvoll, wenn es in der Gemeinde Völkermarkt eine einheitliche Regelung geben würde“, sagt Ouschan. Ob dies gelingen werde, stehe in den Sternen. „Gegen die Herbstferien gibt es viel Gegenwind“, fährt sie fort.

Eltern sind verärgert

Aber auch an vielen anderen Schulen gibt es Für und Wider. „Viele Eltern stellt es vor ein schier unlösbares Problem, wenn ihre Kinder unterschiedliche Schulen besuchen und an unterschiedlichen Tagen frei haben“, ärgert sich eine Mutter von zwei Kindern aus Neuhaus. Berufstätige Eltern müssten sich freinehmen oder eine Kinderbetreuung organisieren. Ärgerlich sei auch, dass die Entscheidungen bezüglich der schulautonomen freien Tage erst im Herbst fallen würden. „Grundsätzlich bin ich gegen eine lange Auszeit, weil der Lernrhythmus der Kinder unterbrochen wird“, sagt sie. Kerstin Plahsnig aus Bleiburg, Mutter von vier Kindern, ist gegen Herbstferien, weil es genug Fenstertage für die Erholung der Kinder gebe.

„Herbstferien sind ein kompletter Unsinn“, meint auch Majda Furjan-Kutschnig aus Bad Eisenkappel. Die Kinder hätten dann bis Weihnachten noch viel mehr Stress mit den Tests und Schularbeiten. „Alles soll bleiben, wie es ist“, sagt sie. Die Pädagogin Christiana Potocnik aus Völkermarkt hingegen begrüße Herbstferien, „weil sie den Kindern nach einer ersten Phase der Schulzeit etwas Erholung und Zeit zum Krafttanken bieten.“

Innerhalb einiger Gemeinden des Bezirkes gibt es Bemühungen um einheitliche Regelungen der schulfreien Tage. „Als zuständige Schulaufsicht habe ich angeregt, dass sich Schulstandorte für die gleiche Regelung entscheiden. Im Pflichtschulbereich gibt es Absprachen“, sagt Jovita Trummer, die Inspektorin für Pflichtschulen. Die Entscheidung müssten aber Lehrer und Elternvertreter jeder Schule extra treffen. Dafür zuständig seien das Schul- oder Klassenforum. „Die zehn schulfreien Tage sind nicht Herbstferien, sondern eine Bündelung von drei schulautonomen Tagen“, stellt Trummer fest.

Das Alpen-Adria Gymnasium in Völkermarkt hat sich für Herbstferien entschieden, die Handelsakademie verwendet für den Zeitraum nur zwei schulautonome freie Tage.

Drei Fragen an ...

. . . Theresa Volpe-Pühringer, Direktorin des Alpen-Adria-Gymnasiums

1. Warum hat sich Ihre Schule für Herbstferien entschieden?
VOLPE-PÜHRINGER: Durch die günstige Lage der Feiertage haben wir uns entschieden, drei schulautonome Tage für die Herbstferien einzusetzen. Wie es gehen wird, können wir jetzt noch nicht sagen. Mit den Terminen könnte es eng werden, weil eine Woche nicht zur Verfügung stehen wird.


2. Was sagen die Eltern?
Wir haben über die Herbstferien im Schulgemeinschaftsausschuss, in dem der Elternverein mit der Obfrau und zwei weiteren Personen vertreten ist, demokratisch abgestimmt. Alle waren dafür. Wir wissen auch, dass es Eltern gibt, die mit der Betreuung ihrer Kinder Probleme haben könnten. Die Herbstferien haben wir Ende Mai beschlossen und die Eltern informiert.

3. Wie wollen Sie die Herbstferien evaluieren?
Durch Befragungen im Schulgemeinschaftsausschuss und durch die Klassenvorstände in den Klassen. Wir möchten wissen, wie es Kindern und Eltern mit den Herbstferien ergangen ist.

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