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Bezirk VölkermarktJäger freuen sich über erfolgreiches Jagdjahr im Bezirk

Bezirksjägermeister ist mit Abschusszahlen zufrieden. Herausfordernd sind Folgeschäden von Sturm Yves. Veranstaltung am Freitag.

© APA/BARBARA GINDL
 

Waidmannsheil! 88.500 Hektar stehen den Jägern im Bezirk für die Jagd zur Verfügung. Ein vielfältiges Gebiet. „Neben Schwarzwild sind auch alle Schalenwildarten, bis auf den Steinbock, vertreten“, berichtet Bezirksjägermeister Franz Koschuttnigg. Unter Schalenwild fallen Tiere wie Reh-, Rot- und Gamswild.

Aufgrund der Witterung haben sich aber viele Wildtiere verlagert. „Wir hatten einen relativ strengen Winter. Dadurch gibt es oftmals Schäden in Gebieten, in denen wir vorher kaum etwas beobachtet haben und umgekehrt. Die Wildschweine ziehen teilweise auch nach St. Veit“, so Koschuttnigg.

Ruhe für das Wild

Er weist zudem darauf hin, dass „auch das Wild Ruhephasen braucht“. Ob Schwammerlsucher, Mountainbiker oder neueste Trendsportart – das Freizeitverhalten des Menschen macht es den Tieren immer schwerer, Ruhe zu finden. „Das Wild wird so oftmals unbewusst von einer Ecke in die nächste Ecke gejagt. Es gibt deshalb auch Stimmen für eine geschützte Ruhezone“, informiert Koschuttnigg. Lediglich neun solcher Wildschutzgebiete existieren bislang in ganz Kärnten. Keines davon in Völkermarkt.

Wir sind jetzt etwa bei 70 Prozent. Alleine heuer haben wir rund 130 Stück Wildschweine erlegt.

Franz Koschuttnigg, Bezirksjägermeister

Mit der Abschussplanerfüllung für die Jahre 2017 und 2018 im Bezirk ist der Bezirksjägermeister zufrieden. „Wir sind jetzt etwa bei 70 Prozent. Allein heuer haben wir bereits rund 130 Stück Wildschweine erlegt“, so Koschuttnigg. Darüber hinaus gäbe es keine Probleme mit Krankheiten. „Vor zwei Jahren sind 18 Gämse aufgrund der Räude im Raum Eisenkappel-Vellach zu Tode gekommen. Heuer gab es keinen Fall“, sagt Koschuttnigg. Verbiss- und Schälschäden sorgen aber immer wieder für Konflikte mit den Grundbesitzern.

Schäden durch Sturm und Wild

„Als Herausforderung stellen sich die Auswirkungen des Föhnsturms Yves vom Dezember des Vorjahres dar“, berichtet Koschuttnigg. Die Schäden am nachwachsenden Waldbestand, die durch Verbiss des Wildes entstehen, müssen möglichst geringgehalten werden. Überdies existieren geförderte Maßnahmen. „Die von der Kärntner Jägerschaft geförderten Wildverbissschutzmittel können aber nur in Anspruch genommen werden, wenn der Bedarf gegen Sommer- und Winterverbiss bei der zuständigen Bezirksstelle beantragt und danach bestätigt wurde“, sagt der Bezirksjägermeister.

Wer mehr über die Jägerschaft erfahren möchte, hat am Freitag ab 8.30 Uhr am Völkermarkter Hauptplatz bei der Veranstaltung „Gemeindebürger treffen Jagd, Fischerei und Imkerei“ Gelegenheit dazu. „Alle betreffenden Vereine im Bezirk zeigen dann Schülern aber auch Erwachsenen ihr Können und ihren Tätigkeitsbereich“, berichtet der zuständige Stadtrat Andreas Sneditz (ÖVP). Zahlreiche Attraktionen sind mit dabei. So kann man unter anderem neben einem Schaubienenstock auch einen originalen Hochsitz sehen. Nicht dabei sind heuer aber die Raubvögel. „Aufgrund einer ausstehenden veterinärmedizinischen Genehmigung fehlen die Falkner leider diesmal“, informiert Sneditz. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, es warten Wildgulasch, Honig, Met und Fischsuppe.

Infos zur Veranstaltung

Wann? Freitag, 14. 9., ab 8.30 Uhr.

Wo? Hauptplatz in Völkermarkt.

Was? „Gemeindebürger treffen Jagd, Fischerei und Imkerei“ – Vereine informieren über ihre Tätigkeitsbereiche. Für kulinarische Verpflegung ist gesorgt. Nicht dabei sind heuer die Raubvögel.

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