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KühnsdorfVerladebahnhof nimmt konkrete Formen an

Econsult stellte in St. Kanzian Konzept vor. Bis spätestens 2018 muss eine Betreibergesellschaft stehen.

Jürgen Schrampf von der Econsult (links) präsentierte das Entwicklungs- und Betreiberkonzept; zurzeit werden noch an drei Tagen die Woche am Bahnhof Kühnsdorf Güter verladen © Hubert Budai
 

Seit Jahren kämpft die Region für einen Güterverladebahnhof in Kühnsdorf, um den Interkommunalen Gewerbepark (IGP) an die Koralmbahn anschließen zu können und verkehrstechnisch nicht ins Abseits zu geraten. Fix ist, dass mit der Betriebsaufnahme der Koralmbahn die ÖBB-Tochter Rail Cargo aus der Güterbeförderung in der Region aussteigen wird, weil die zu bewegenden Tonnagen zu gering sind.

Will man die Güterverladung in Kühnsdorf erhalten, muss dafür ein eigener Betreiber gefunden werden. Seit Mitte 2016 wird mit der auf Logistik spezialisierten Wiener Betriebsberatungsfirma Econsult an einem Entwicklungs- und Betreiberkonzept für einen Güterverladebahnhof in der Region gearbeitet. Dem Ganzen ging eine Evaluierung des Iststandes voran, die Abstimmung mit den 13 Gemeinden des Bezirkes, die alle hinter dem Projekt stehen, sowie die Abklärung der technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Land Kärnten, Regionalverband, Kammern und Unternehmen in der Region sind ebenfalls eingebunden, um das Potenzial des Güteraufkommens in der Region zu bündeln. Die Fäden laufen in einer Steuerungsgruppe zusammen.

Güterverladebahnhof

Standortgemeinden. Eberndorf und St. Kanzian.
Bisher. Evaluierung des Iststandes, Abstimmung mit den 13 Gemeinden des Bezirkes, Erstellung einer Machbarkeitsstudie.
Nächste Schritte. Definition der Errichtergesellschaft, Klärung der Kosten (Ablöse), Grundsatzvereinbarung mit den ÖBB.

250.000 Tonnen Auslastung

Einen Zwischenstand der Konzeptentwicklung präsentierten am Donnerstag Jürgen Schrampf und Paul Weiss von der Econsult im K3 in St. Kanzian. Vorrangig geht es darum, 250.000 Tonnen Auslastung zu erreichen, um einen Güterbahnhof wirtschaftlich betreiben zu können. Derzeit sind es knapp 60.000, vorwiegend Holz. 100.000 Tonnen erwartet man sich von der Kiesgrube Stöcklkreuz und weitere Kapazitäten von den geplanten und bestehenden Anschlussbahnen vom IGP, Mahle, Urbas und dem geplanten Biodiesel-Projekt an der Bleiburger Schleife.

„Wir müssen Bleiburg und Kühnsdorf als eine betriebliche Einheit sehen“, sagte Experte Weiss. Von Kühnsdorf aus könne nur der Güterverkehr nach Osten erfolgen, über die Bleiburger Schleife der Richtungswechsel nach Westen. Bis spätestens 2018 muss eine Betreibergesellschaft stehen und eine Vereinbarung mit den ÖBB für die Errichtung der Weiche an der Gleisschleife zum IGP geschlossen werden. Sonst sei die Chance für immer vertan. Für das Projekt spricht auch der sehr gute Zustand der bestehenden Bahninfrastruktur, weshalb man mit geringen Investitionen auskommen könnte. Als Nächstes geht es um die Definition der Errichtergesellschaft, Klärung der zu erwartenden Kosten wie Ablöse für den Bahnhof und Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen.

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