Rote Sackerl - üppig gefüllt mit Schokolade, Mandarinen und Nüssen, vom Heiligen Nikolaus mit lobenden Worten überreicht, darauf warten schon viele Kinder im Bezirk. Auch heuer zieht der Nikolaus, rund um den 6. Dezember, wieder mit seinem Gefolge von Tür zu Tür.

Nikolo in Gattersdorf

Kindern wird auch in Gattersdorf ein Besuch vom Nikolo abgestattet. Organisiert werden die Hausbesuche von Josef Kassl-Galvani: "Ich bin da so reingerutscht und jetzt organisiere ich die Nikolausbesuche bereits seit gut 30 Jahren." Wie es für den Brauch üblich ist, ziehen mit dem Nikolo am 3. und 4. Dezember, Krampusse, Bartl, Engerl, Gendarm, Pfarrer und der Tod - der von Kassl-Galvani selbst seit bereits 40 Jahren verkörpert wird - durch den Ort.

Der Gattersdorfer Nikolo mit seinen Gefährten
© Josef Kassl-Galvani

"Die Figur des Sensenmannes möchte niemand übernehmen. Ich finde aber, der Tod ist wichtig und gehört zum Brauchtum dazu", sagt Kassl-Galvani. Seit über 40 Jahren, tritt bei den zehn bis 13 Hausbesuchen, Erich Pfeifenberger als Nikolaus auf. "Bereits als ich noch ein kleines Kind war und hinter dem Tisch gespannt wartete, war Erich der Nikolo", erinnert sich Kassl-Galvani zurück.

Das traditionelle Nikolospiel der Feuerwehr Ruden
© Hubert Kreuz

Grafenbacher Nikolaus kommt nach Diex

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Grafenbach unter Kommandant Stefan Glaboniat, ziehen am 3. Dezember mit dem Nikolaus von Haus zu Haus. "Mir ist es ein persönliches Anliegen, diesen Brauch aufrechtzuerhalten. Ich kann mich noch an die Freude erinnern, die wir als Kinder hatten, wenn der Nikolaus zu Besuch kam - und diese vorweihnachtliche Tradition möchten wir gerne weitergeben", sagt der Kommandant, der selbst in die Rolle des Nikolos schlüpft. Auch Engerl, Hexen und Krampusse werden den Nikolaus begleiten und in Absprache mit den Eltern zu den Kindern gelassen. Am 3. Dezember um 14 Uhr wird der Nikolaus mit seinen Gefährten auch einen Halt in Diex machen. Familien können dem Nikolo, gerne ohne Anmeldung, einen Besuch abstatten.

Der Nikolo und seine Engerl sorgen für strahlende Kinderaugen
© Gerhard Mischitz

Besuch vom Nikolo in Edling und Eberndorf

Die Pfarre Eberndorf organisiert am Abend des 5. Dezembers, nach zwei Jahren Pause, wieder Nikolo-Hausbesuche. Anders als bei vielen Hausbesuchen üblich wird der Nikolo hier nur von Engeln begleitet. "Wir haben in den letzten Jahren gemerkt, dass die Hausbesuche mit einem Krampus für viele Kinder Stress bedeuten, wenn sie sich sofort unter die Tische verkrochen haben", sagt Pfarrkoordinator Gerhard Mischitz. Um die 40 bis 50 Hausbesuche, in Eberndorf und Edling werden am 5. Dezember von insgesamt sechs Gruppen absolviert.

Während den vergangenen zwei Jahren war es covidbedingt nicht möglich, die Hausbesuche zu organisieren, weshalb sich die Pfarre in dieser Zeit etwas Besonderes überlegte: "Anstatt der traditionellen Besuche, hat der Nikolo Videobotschaften an die Kinder verschickt."

Für die Hausbesuche in Eberndorf und Edling, kann man sich hier auf der Homepage der Pfarre oder telefonisch unter 04236/2283, anmelden.