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Coronavirus„30 bis 35 Verwandte haben sich beim Begräbnis angesteckt“

Ermelinde (63) und Michael Warrasch (69) aus Griffen im Gespräch über die Verabschiedung ihres (Schwieger-)Vaters am 6. März, welche Symptome sie Tage später bekamen und dass ein Arzt das Coronavirus als Grippe diagnostizierte.

Die Verabschiedung von Heinrich Lobnig fand in der Kreuzberglkiche beim Stadtfriedhof Völkermarkt statt
Die Verabschiedung von Heinrich Lobnig fand in der Kreuzberglkiche beim Stadtfriedhof Völkermarkt statt © Pfarre Völkermarkt
 

Herzliches Beileid, Frau Warrasch! Am 6. März fand in Völkermarkt die Verabschiedung Ihres Vaters statt, da gab es noch keine behördlichen Auflagen. Es war ein folgenschweres Begräbnis in Bezug auf das Coronavirus: Sie und Ihr Mann wurden positiv getestet?
ERMELINDE WARRASCH: Nicht nur wir beide, auch meine Mutter, die heuer 89 wird und viele weitere Verwandte. Insgesamt sind es 30 bis 35 Personen aus unserer Verwandtschaft, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Ein Teil lebt in Klagenfurt und Klagenfurt-Land, ein Teil in Völkermarkt und in Deutschland. Wer sich bei wem angesteckt hat, weiß niemand.

Kommentare (1)

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hfg
12
7
Lesenswert?

Da war das noch erlaubt - am 5.3.2020

Immer wieder hört man das als Rechtfertigung.
Zwei Monate vorher war das Virus in China aufgetreten.
Drei Wochen vorher wurde die dramatische Verbreitung in Italien bekannt. Epidemiologische Erkenntnisse hätten viel früher die Alarmglocken schrillen lassen müssen. Eine Pandemie mit tausenden Toten und wirtschaftlichen Folgen in Billionenhöhe wäre nicht eingetreten. Die Welt ist bestens vernetzt und alle Informationen stehen live zur Verfügung nur das Gehirn macht leider nicht mit. Die Experten hätten das alles Erkennen können und müssen - nur der Aufschrei und die Maßnahmen kamen leider zu spät. Auch in Tirol - aus wirtschaftlichen Gründen - nur jetzt ist der Schaden Tausende Male größer- ganz abgesehen von vermeidbaren tausenden Toten. Man sollte das zumindest eingestehen und daraus lernen bzw. die Konsequenzen ziehen. Corona wird nicht die einzige Bedrohung für die Menschheit sein.