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VölkermarktVölkermarkterin und ihr Team operierten ehrenamtlich in Tansania

Maria Greiner war mit einem Ärzteteam eine Woche lang in Tansania, um Leistenbruch-Operationen durchzuführen. Der Einsatz verlief nicht reibungslos, aber dennoch erfolgreich.

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Maria Greiner zieht positive Einsatzbilanz
Maria Greiner zieht positive Einsatzbilanz © KK/Privat
 

Die Chirurgen Maria Greiner (52) aus Völkermarkt und Jurij Gorjanc (46) aus St. Veit sind am Montag mit ihrem Team von einem einwöchigen Hilfseinsatz in Tansania zurückgekehrt. Mit an Bord hatten sie ein Ultraschallgerät, eine Spende des Kardiologen und Internisten Michael Wutte aus St. Kanzian. Zum Einsatz kam es allerdings nicht.

„Das Ultraschallgerät ist im Krankenhaus nicht angekommen“, so Missionsleiter Gorjanc. Es sei am Zoll des Flughafens von Dar es Salaam, der bedeutendsten Handelsstadt Tansanias an der Küste des Indischen Ozeans, aufgehalten worden. „Wir mussten die Hälfte seines Wertes in bar bezahlen, damit die Zöllner bereit waren, mit der Bearbeitung der Papiere zu beginnen.“ Geklappt hat es schlussendlich nicht.

Im Krankenhaus der Stadt Korogwe sind die Ärzte dann allerdings „mit offenen Armen“ empfangen worden. „Das Krankenhaus erfüllt zwar einige Grundvoraussetzungen, aber ohne Improvisation geht gar nichts“, sagt Fachärztin Greiner. Das OP-Licht musste oft durch Stirnlampen ersetzt, das Personal auf die notwendige Sterilität des Operationsfeldes hingewiesen werden. Eine zusätzliche Herausforderung sei der Ausfall der Klimaanlage bei Temperaturen um 37 Grad gewesen. Im Krankenhaus, das über 100 Betten verfüge, sind 15 Ärzte beschäftigt. „Oft schlafen zwei Patienten in einem Bett“, erzählt die Ärztin.

Chirurg Jurij Gorjanc und sein Team operierten in einer Woche 71 Patienten
Chirurg Jurij Gorjanc und sein Team operierten in einer Woche 71 Patienten Foto © KK/Privat

Insgesamt hat das Ärzteteam 71 Leistenbruch-Operationen, davon 15 an Kindern, durchgeführt. „Vorzug hatten Menschen mit großen Narben, starken Beschwerden und riesigen Hodensackhernien“, sagt Oberarzt Gorjanc. Die Kinder seien unterernährt und in ihrer Entwicklung zurückgeblieben. „Ein uns bekannter Arzt aus Liberia ist leider an seiner Einreise gehindert worden“, ärgert sich der Chirurg. Aus diesem Grund sei meist nur an zwei Tischen operiert worden. Notfälle sind von der Team-Anästhesistin Marija Jekovec auf die Operationen vorbereitet worden.
Die internationale Ärztetegruppe in Tansania
Die internationale Ärztetegruppe in Tansania Foto © KK/Privat

Untergebracht waren die Ärzte, die über die internationale Stiftung Hernia mit Sitz in London nach Tansania gereist waren, in einem „Guest House“ mit Frühstück und einer Dusche ohne Wasser – „Bucket Shower“, also einer Eimerdusche. Zu essen gab es Reis, Kartoffeln, Bananen, Gemüse und Hühnerfleisch.

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