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Dokumentation

Drei Pilgerwege als große Fernsehstars

Auf die Spuren der Heiligen Hemma, der Bibelschmuggler und auch des Heiligen Wolfgangs begibt sich am Montag eine Sendung auf ORF III.

Dreharbeiten für den Hemma-Pilgerweg auf dem Hauptplatz in Friesach
Dreharbeiten für den Hemma-Pilgerweg auf dem Hauptplatz in Friesach © KK/Papke
 

"Pilgern ist Bewegung mit dem Geist und mit den Füßen", ist Christian Papke überzeugt. Der gebürtige Schweizer, der in Deutschland aufgewachsen ist und in Wien lebt, arbeitet seit 2001 als freier Regisseur und Dramaturg. Sein jüngstes Werk ist eine Dokumentation über drei Pilgerwege. Er begibt sich mit einem Fernsehteam auf die Spuren des Wolfgangwegs, des Hemma-Pilgerwegs und folgt dem Weg des Buches. Gezeigt wird die Dokumentation am 15. Februar um 21.10 auf ORF III – Kultur und Information.

Historisch begründet

Warum die Wahl gerade auf diese drei gänzlich unterschiedlichen Pilgerwege fiel, erklärt der gebürtige Villacher Klaus Oberrauner. „Diese Wege greifen regional etwas ineinander. Der wichtigere Grund für die Auswahl waren die unterschiedlichen Hintergründe“, schildert Regieassistent Oberrauner. Der Hemma-Pilgerweg folgt den Spuren einer Heiligen. Hemma von Gurk kam erst über einen schweren Schicksalsschlag zum christlichen Glauben, ihre Heiligsprechung erfolgte relativ spät. Der Heilige Wolfgang hat eine andere Biografie: Er war Bischof in Regensburg (Deutschland), musste flüchten und lebte als Einsiedler im heutigen St. Wolfgang.
Der Weg des Buches ist eher ein Themen- oder Weitwanderweg als ein Pilgerweg. Aufgrund seiner Geschichte und um auch die Evangelische Kirchengemeinde mit einzubeziehen, wurde der Weg, ausgewählt.

Hemma von Gurk

Der Ausgangspunkt für den Hemma-Pilgerweg ist Admont, am Tor zum Nationalpark Gesäuse in der Steiermark. Das auf die Heilige Hemma zurückgehende Benediktinerstift lockt mit zahlreichen Kleinoden und einer weltbekannten Klosterbibliothek. Weiter geht es durch Oberwölz nach St. Lamprecht. Die erste Station auf dem Hemma-Pilgerweg in Kärnten ist Friesach, die älteste Stadt Kärntens ist eng mit der Biografie Hemmas verbunden. Gezeigt werden in der Dokumentation „Pilgerwege – Pfade der Begegnung“ auch das Schloss Straßburg, der ehemalige Sitz der Bischöfe von Gurk und das Grab der Heiligen Hemma mit der hundertsäuligen Krypta und dem prächtigen Hochaltar.
Zu Wort kommen in der TV-Sendung aber auch prominente Pilger, wie Bruno Hubl, der Abt des Stifts Admont oder der Evangelische Bischof Michael Bünker.

Mehr Informationen

TV-Tipp. Pilgerwege – Pfade der Begegnung, Sendetermin: 15. Februar um 21.10 Uhr in ORF III – Kultur und Information.

Ein Höhepunkt am Pilgerweg ist die Wallfahrtskirche am Hemmaberg
Ein Höhepunkt am Pilgerweg ist die Wallfahrtskirche am Hemmaberg Foto © Helmuth Weichselbraun

Von Črna über den Hemmaberg nach Gurk

Für den Hemma-Pilgerweg gibt es acht verschiedene Routen. Eine davon führt über Črna nach Bleiburg zum Pirkdorfer See über Globasnitz auf den Hemmaberg nach Eberndorf, Völkermarkt, St. Georgen am Weinberg, Diex, Mirnig, Eberstein, Klein St. Paul, Maria Hilf, Guttaring, Maria Waitschach, Zeltschach, Friesach, Straßburg nach Gurk. Der Weg ist in sieben Etappen gegliedert, man kommt bei zahlreichen Kirchen vorbei, darunter die Wallfahrtskirche am Hemmaberg und in Diex. Insgesamt legen Wanderer mehr als 160 Kilometer zurück und sind mindestens sechs Tage unterwegs. Möglich ist auch noch eine zweite Variante, indem man vom Hemmaberg über Sittersdorf, Stein im Jauntal und Völkermarkt pilgert.

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