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VillachEin Hotel, seit 270 Jahren in Familienhand

Traditionshotel Mosser in der Villacher Bahnhofstraße feiert Jubiläum und ist in der achten Generation in Familienbesitz.

Hotel Mosser Villach
Chefin Tina Mosser mit ihren Eltern Sonntraud und Valentin © (c) Weichselbraun Helmuth
 

Das Hotel Mosser ist einer der geschichtsträchtigsten Beherbergungsbetriebe, die Villach zu bieten hat. Heuer feiert man dort ein 270-Jahr-Jubiläum. Der in akribischer Feinarbeit aufgearbeitete (gastronomische) Stammbaum der Familie Mosser führt nämlich bis ins Jahr 1748 zurück. „Schon damals war das Gasthaus Steinhauer an der Ecke Rathausplatz und Hauptplatz im Familienbesitz“, sagt Tina Mosser, die seit 20 Jahren und in achter Generation das Vier-Sterne-Hotel in der Bahnhofstraße leitet.

An den heutigen Standort siedelte Johann Josef Mosser im Jahr 1790. Er kaufte den damaligen Gasthof zum „Goldenen Adler“ samt Lebzelterei. Das Gebäude lag in der sogenannten Unteren Vorstadt außerhalb der Stadtmauern. Aus dem Einkehrgasthof sollte das Hotel Mosser hervorgehen, das bald zu den schönsten Hotels der Stadt zählte. Die rund 100 Betten waren gut belegt, das Geschäft lief und so gingen die damaligen Besitzer Hans und Valentin Mosser im Jahr 1910 daran, eine Dependance (die heutige Seniorenresidenz Draupark, die der AHA-Gruppe gehört) zu eröffnen.

Die Zeiten wurden härter. Erster Weltkrieg, Wirtschaftskrise und der Zweite Weltkrieg forderten die Eigentümer. Als die Bomben über Villach fielen, wurden Hotel Mosser und die Dependence schwer getroffen. Keines der insgesamt 150 Zimmer war bewohnbar.

Dass es weiterging, war dem aus dem Krieg zurückgekehrten Herbert Mosser zu verdanken. Er trat im Villacher Schubertsaal als Varietesänger und Humorist auf, um die Familie zu ernähren. Bald eröffnete er eine „Ruinendiele“ und baute Hotel und Dependance wieder auf.

„Es war schrecklich, alles war zerbombt. Beim Wiederaufbau haben wir dann die Malte von den Ziegeln gekratzt, um sie wieder verwenden zu können“, erinnert sich Herbert Mossers Sohn Valentin. Letzterer kaufte im Jahr 1998 das Hotel von seinem Bruder Hans, der in Pension ging, und übergab die Geschäftsführung Tochter Tina.

Villach: Hotel Mosser feiert 270-Jahr-Jubiläum

Tina Mosser leitet das Hotel seit 20 Jahren

Helmuth Weichselbraun

Tina Mosser mit ihren Eltern Sonntraud und Valentin

Helmuth Weichselbraun

Das Hotel Mosser im Jahr 1905

Helmuth Weichselbraun

Die Familienchroniken haben einiges zu erzählen

Helmuth Weichselbraun

Das Hotel wurde im Zweiten Weltkrieg zerbombt

kk/privat

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zuerst die Ruinendiele eröffnet

kk/privat

Die Büste von Ururgroßvater Valentin Mosser steht im Hotel

Helmuth Weichselbraun

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kk/privat
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Sie war es auch, die sich mit der Familiengeschichte intensiv auseinandersetzte. Im Hotel zeugen historische Bilder und Schriften davon und von der Geschichte der Stadt.

Heute hat das Hotel 50 Zimmer, ein paar Apartments, ein öffentliches Café und bis zu 15 Mitarbeiter. Es wird als Ganzjahresbetrieb geführt.

„Der Stil des Hotels ist klassisch-elegant“, sagt Tina Mosser, deren Eltern Valentin und Sonntraud bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehen. Letztere gibt dem Hotel mit ihren Kunstwerken eine besondere Note. Auch die ganze Geschichte ist im gesamten Gebäude zum Greifen nah. Ob es eine neunte Generation im Familienbesitz geben wird, ist übrigens offen.

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