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Psychiatrische PatientenSpezialtraining für Mitarbeiter am LKH Villach

Was tun, wenn ein psychiatrischer Patient außer Kontrolle gerät? Ein Spezialtraining soll LKH-Mitarbeiter für diesen Fall rüsten.

Spezialübung am LKH Villach © Markus Traussnig
 

Es gibt Brandalarm, ein Patient, der an Wahnvorstellungen leidet, hat im Zimmer Bettlaken in Brand gesteckt, alles ist voll Rauch. Als man das Zimmer evakuieren will, weigert sich der Patient, schreit und schlägt wild um sich. So sah eine Spezialübung für die Mitarbeiter der Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin im LKH Villach aus. Grund für diese Übung: „Es ist wichtig, sich auf solche Situation vorzubereiten, denn im Ernstfall bleibt keine Zeit zum Nachdenken, da muss man schnell und richtig handeln“, erklärt Abteilungsleiterin Christa Rados.

Verpflichtende Übung

Die Übung ist für alle Mitarbeiter der Abteilung – Ärzte, Krankenpfleger, Psychologen – verpflichtend, weitere drei Termine sind noch geplant. „Auch wenn psychiatrische Patienten grundsätzlich nicht gewalttätig sind und es selten zu Vorfällen kommt, wollen wir für den Akutfall gerüstet sein“, erklärt Rados.

LKH Villach: Notfallübung in der psychiatrischen Abteilung

Begleitet wurde das interaktive Szenario von Trainer Claus Milner vom Verein „Selbstbehauptung“. Ihm geht es vor allem darum, in Echtzeit und so nahe wie möglich an der Realität zu agieren. „Nur so lernt man, seinen Stress unter Kontrolle zu halten.“ Denn auch wenn es nur eine Übung war, konnte man bei den Teilnehmern die Anspannung und die Nervosität, die durch Lärm, Rauch und aggressives Schreien hervorgerufen wurde, spüren. „Ich wusste zwar, dass es nur gespielt ist, trotzdem stand ich voll unter Stress. Dagegen kann man sich gar nicht richtig wehren“, erklärte etwa Martina Schaller, eine der Teilnehmerinnen. Was auch die Wichtigkeit dieser Übungen aufzeigt. „Je öfter man das durchspielt, desto professioneller kann man im Ernstfall reagieren“, sagt Milner.

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