Feistritz/Drau, FeldkirchenMit der Freundin auf Abenteuerreise im arktischen Norden

Saskia Schädl aus Feistritz an der Drau und Laura Petscharnig aus Feldkirchen sammeln im arktischen Norden Erfahrungen.

Laura Petscharnig und Saskia Schädl (links) am Flughafen in Venedig
Laura Petscharnig und Saskia Schädl (links) am Flughafen in Venedig © Privat
 

Viele Jugendliche plagt der Gedanke, was man nach der Matura machen könnte. Geht man studieren, geht man arbeiten, oder macht man doch etwas Spezielles: Für Letzteres haben sich die Freundinnen Laura Petscharnig aus Feldkirchen und Saskia Schädl aus Feistritz an der Drau entschieden. Nach der gemeinsamen Matura am CHS Villach sind die beiden im arktischen Norden unterwegs. Beide bevorzugen kältere Länder, mögen Landschaften und Berge.

Gründe für die Reise, gibt es viele: „Wir wollten mehr von der Welt sehen, und das am besten noch vor dem Studieren, da wir da noch keine Verpflichtungen, wie zum Beispiel einen fixen Job, haben. Außerdem wollen wir auch verschiedene Kulturen kennenlernen“, sind sich die Freundinnen einig. Das Abenteuer eigne sich auch perfekt zum Nachdenken. „Wir können uns Gedanken darüber machen, was wir machen wollen.“

Privat Schädl in Homer (Alaska)
Schädl in Homer (Alaska) © Privat

Begonnen im September in Alaska, endet die Reise im März in Norwegen. Auch in Kanada wurde Halt gemacht. Erlebt haben sie dort einiges. Von den Gastfamilien gut aufgenommen, haben die angehenden Studentinnen auch die Arbeit auf einer Farm kennengelernt. Vom Schlachten bis zum Ernten war alles dabei.

Privat Petscharnig in Anchor Point (Alaska)
Petscharnig in Anchor Point (Alaska) © Privat

Besondere Momente haben sie auch mit den Tieren erlebt: „Wir sind mit Ziegen spazieren gegangen und Elche gehörten quasi zu unseren Haustieren. Setzt man einen Schritt aus dem Haus, ist man schon von ihnen umzingelt. Damit sie keine Angst bekommen, mussten wir den Elchen mit einem speziellen Gruß ein Zeichen geben“ sagt Petscharnig. Schädl erinnert sich gerne an die Wanderungen zurück. „Zwei Mal waren wir auf einem Gletscher.“

Nordlichter in Homer in Alaska
Nordlichter in Homer in Alaska Foto © Privat

Gemeinsam waren die 19-Jährigen auch in „Hope“, einen Ort in Alaska, mit etwa 100 Einwohnern: „Dort haben wir mit einem Freund, den wir auf der Reise kennengelernt haben, in einer einsamen Holzhütte mitten im Wald gewohnt. Ohne fließendes Wasser, ohne Strom. Wir haben dort dem Waldbesitzer, der Feuerholz produziert, geholfen“, sagen Petscharnig und Schädl.

Laura Petscharnig (Feldkirchen) und Saskia Schädl am Dach der Oper in Oslo
Laura Petscharnig (Feldkirchen) und Saskia Schädl am Dach der Oper in Oslo Foto © Privat

Vergleicht man das Leben in Alaska mit jenem in Österreich, lassen sich viele Unterschiede feststellen: „Die Leute hier haben viel weniger Geld, sind dafür aber umso freundlicher und hilfsbereiter. Anders als in Österreich erwartet man sich hier für getätigte Hilfeleistung keine Gegenleistung“, sagt Schädl. Auch fremde Menschen auf der Straße werden in jeder Notsituation unterstützt. „Unsere Gastfamilien haben auch immer versucht, uns alles zu geben, obwohl sie selbst wenig besitzen“, ergänzte Petscharnig.

Blick auf den Hafen von Oslo
Blick auf den Hafen von Oslo Foto © Privat

Nach der Zeit in Norwegen geht es dann wieder in die Heimat, Aufnahmeprüfungen und Sommerjobs stehen an. Im September soll es noch für ein Monat nach Island gehen, ehe im Oktober das Studium startet. Das Heimweh, würden die beiden eher als Fernweh beschreiben. Man denke und freue sich zwar auf daheim, andererseits wolle man hier auch nicht weg.

Blick auf den Glewingk Gletscher
Blick auf den Glewingk Gletscher Foto © Privat

„Die Erwartungen, die wir im vorhinein hatten, sind bei weitem übertroffen worden. Wir sammeln hier Erfahrungen, die uns in bestimmten Lebenssituation weiterhelfen werden“, sind die Freundinnen überzeugt.

Eveline Trail in Homer in Alaska
Eveline Trail in Homer in Alaska Foto © Privat

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