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Kunstprojekt

Telefonzellen als kunterbunte Bibliotheken

Schüler, Künstler und alte Telefonzellen bilden in Velden neuerdings eine nachhaltige Symbiose: Die „LesArtBox“. Sie stellt Literatur in den öffentlichen Raum, die Bücher können auch getauscht werden.

Eifrig sind Schüler und Künstler am Werken © kk/Lesartbox
 

Zu Beginn waren es einfach gewöhnliche Telefonzellen – schlicht, funktionell. Aber jetzt, nach einem Monat kreativen Schaffens, sieht man erst, was in ihnen stecken kann: Jede dieser grauen Boxen verwandelt sich nämlich in eine Bibliothek – in eine „LesArtBox“, ist kunterbunt und mit Büchern gefüllt. 

 

In der VS Lind ob Velden werden zwei Telefonzellen gestaltet Foto © KK/Lesartbox

„Ich habe Straßenbibliotheken in anderen Städten gesehen und wollte Lesen und Kunst miteinander verbinden. So ist die Idee entstanden“, erinnert sich Initiator Christian Zeichen, der auch als Direktor der Volksschule Lind kulturell engagiert ist. Gedacht, getan. Auch die Künstlerin Barbara Ambrusch-Rapp war von der Idee überzeugt. „Eine Herausforderung, mit Kindern ein so großes Objekt umzugestalten. Aber es ist riesig aufregend!“

Noch bis Ende Mai werken die Künstler Tanja Prusnik, Ronald Zechner, Gerhard Fresacher und Ambrusch-Rapp mit Schülern der VS Lind, der VS St. Egyden sowie der NMS Velden an jeweils einer Telefonzelle. „Da wird gemalt, ent- und verworfen, geschrieben, geschnitten und technisch konstruiert. Ein spannender Prozess, wo das kreative Potenzial der Kinder sichtbar wird“, ist Ambrusch-Rapp begeistert.

 

Schreiben, zeichnen, gestalten - vier Künstler und drei Schulen arbeiten gemeinsam Foto © kk/Lesartbox

Zugang zur Literatur

Im Hinterkopf haben sie und Initiator Zeichen aber auch den niederschwelligen Zugang zur Literatur und zu Kunst im öffentlichen Raum. „Die Kinder erleben hautnah, wie eine Idee umgesetzt wird.“ Obendrein ist das Projekt nachhaltig. Zeichen: „Die Schüler übernehmen die Patenschaft für ihre ,LesArtBox’, werden sie betreuen und pflegen.“ Schließlich steht sie im öffentlichen Raum. Eine wird sogar direkt vor dem Schloss am See platziert.

„Darüber hinaus wollen wir sie beleben, mit Veranstaltungen und Lesungen“, denkt Zeichen weiter. Mit den Partnerschulen in Bled und Gemona ist bereits der grenzübergreifende Austausch arrangiert.
Finanziert wird das Projekt übrigens von privaten Sponsoren, Gemeinde und Land. Die offizielle Eröffnung gibt es dann am 10. Juni. DANJA SANTNER

 

Das Projekt geht weiter, es gibt für die kommenden Jahre noch etliche Telefonzellen, die bearbeitet werden wollen Foto © kk/Lesartbox

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