AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Villach9,09 Euro Gutschrift für Wasserskandal

Betroffene der Lack-Verunreinigung in Villach erhalten 9,09 Euro. Mehrkosten sollen gedeckt werden, Entschädigung sei nicht vorgesehen.

150 Haushalte waren von der Verunreinigung im Jänner und Februar 2018 betroffen
150 Haushalte waren von der Verunreinigung im Jänner und Februar 2018 betroffen © Lisa Steinthaler
 

Knapp ein Jahr nach dem Lackwasser-Skandal in den Villacher Stadtteilen Tschinowitsch und Turdanitsch kocht der Ärger bei den Betroffenen noch einmal auf. Tagelang galt im Februar 2018 für 150 Haushalte absolutes Trink- und Duschverbot. Grund war eine Ethylbenzol-Verunreinigung in einem Hochbehälter, die bei Sanierungsarbeiten mit Lack verursacht wurde. Auch im Wasser wurden Lackspuren sichergestellt.

Die Verunreinigung wurde vom Wasserverband Faaker See erst nach einer Woche und lückenhaft kommuniziert, folglich war tagelang unklar, ob durch den Konsum Gesundheitsrisiken bestehen. Letztlich konnte Entwarnung gegeben werden, das Krisenmanagement des Wasserversorgungsverbandes stand aber scharf in der Kritik. Konsequenzen blieben weitestgehend aus.

Die Aufregung war groß. Die Gutschrift für die Betroffenen ist hingegen überraschend klein. Exakt 9,09 Euro spricht der Wasserverband Faaker See ihnen jetzt in einem Schreiben zu. „Wir bekommen ganze neun Euro netto als Gutschrift dafür, dass wir etwa tagelang kein Trinkwasser hatten, den Wasserboiler dreimal täglich aufheizen und entleeren mussten, uns auswärts – etwa in Therme oder Sportanlagen – duschen mussten und Arztbesuche hatten, weil Gefahr im Verzug war. Soviel sind wir als Bürger wert“, übt ein Betroffener Kritik.

Wilhelm Fritz, Obmann des Wasserverbandes, erklärt: „Der Betrag ist keine klassische Entschädigung. Den Betroffenen werden jene Mehrkosten ersetzt, die wegen der notwendigen Spülungen der Leitungen aufgetreten sind“, so Fritz. Eine Entschädigung wäre nicht vorgesehen. „Es sind sonst keine Mehrkosten entstanden“, so Fritz, der den Vorfall bedauert. „Es hätte nicht passieren dürfen, ist aber passiert. Wir haben jetzt einen Notfallplan, alle Prüfberichte waren in Ordnung.“ Der betroffene Hochbehälter in Tschinowitsch wurde gereinigt.

Die Stadt Villach ist mit dem Wasserwerk für den Stadtteil nicht zuständig, appelliert aber, den Notfallplan einzuhalten. „Eine Entschädigung könnte nicht aufwiegen, was hier passiert ist. Wichtiger als Geld ist, dass so etwas nicht mehr vorkommen kann beziehungsweise im Ernstfall transparent gehandelt wird“, sagt Wasserreferentin Katharina Spanring (ÖVP).

Kommentare (2)

Kommentieren
GordonKelz
0
3
Lesenswert?

Wasserskandal....

...und wams geschieht ? NICHTS !
Herr Fritz sitzt weiter als Chef im Wasserverband Faakersee ,der Bürgermeister hat die Angelegenheit einer Prüfung offensichtlich vergessen, und doch geschieht etwas ....Die Betroffenen Bürger werden mit einer “ Gutschrift “ von
€ 9,09 zusätzlich verhöhnt !
Unter dem Motto ,soviel ist uns die SORGE
um die Gesundheit eurer Kinder wert !
Ein Skandal folgt dem nächsten . Wie lange sieht man noch zu ,was aus der Stadt von unfähigen Politikern gemacht wird ?
Gordon Kelz

Antworten
Boss02
2
6
Lesenswert?

Entschädigung.........

........sei nicht vorgesehen aber man sollte als Verursacher den Aufwand u Mehrkosten den Bürgern ersetzten, die werden ansonsten ja auch zu Kasse gebeten bsp gefällig Therme Warmbad jährlich ca 600.000,— was ist das auch eine Entschädigung f Fehlplanung u Konzept u das wird aber bezahlt von uns Fr Spanring / ÖVP aber in dem Fall sind halt 150 Bürger nicht so wichtig !!

Antworten