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Metnitz

Das Schloss Grades öffnet sich jetzt ganz der Kultur

Mit Constantin Staus-Rausch hat das Metnitzer Schloss einen neuen Besitzer. Künftig sollen dort Theater, Museum und Konzerte Platz finden.

Mit dem Kauf von Schloss Grades hat sich Constantin Staus-Rausch einen Traum erfüllt © Gert Köstinger
 

Herrschaftliches Schloss mit wunderschönem Panoramablick über das Tal und auf die umliegende Bergwelt. Grades ist eine auf 864 Metern gelegene Ortschaft im Bezirk St. Veit an der Glan. Das Schloss ist umgeben von Wiesen und Wäldern. Der herrliche Ausblick und die ruhige Lage, sowie diese außergewöhnliche Immobilie selbst, sprechen für sich.“ Diese Sätze auf der Homepage eines Immobilienexperten ließ bei Constantin Staus-Rausch im April 2014 wohl den Pulsschlag in die Höhe schnellen. Der 26-jährige Spross einer Wiener Familie sah darin die Möglichkeit, seinen Traum zu verwirklichen: Ein eigenes Schloss zu besitzen.

690.000 Euro

Der junge Mann, der in Wien Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Kulturgüterschutz studiert, behielt das Schloss im Visier: „Vor rund eineinhalb Monaten, Ende August, hab ich es gekauft“, berichtet er stolz. Mit 690.000 Euro wurde der Kaufpreis online ausgeschrieben. Wie hoch der tatsächliche Erwerbspreis war, darüber möchte der neue Schlossherr nicht sprechen, auch nicht darüber, wie viel Kapital in die anstehenden Renovierungen gesteckt wird: „Es ist definitiv keine Liebhaberei, das Ganze soll sich selbst erhalten. An Investitionen stecke ich meine ganze Arbeitskraft für die nächsten 50 Jahre hinein. So Gott mir dabei hilft!“ Das Schloss, das bis in die 1990er-Jahre dem Bistum gehörte und auch als Kindererholungsheim im Sommer genützt wurde, weist viele Baustellen auf. Staus-Rausch: „Das Dach ist Gott sei Dank perfekt in Schuss, sehr dringlich ist allerdings die Durchführung der Installation für Wasser, Strom und Heizung und die Sanierung der Fenster und Türen, um es winterfest zu machen.“

Rundgang: Das Schloss Grades in allen Ansichten

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Vorrangig wird aber die Restaurierung der beiden Kapellen (Barock und Romanik) betrieben. Vor allem will Staus-Rausch das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich machen: „Alle Kulturbereiche, vom Museum über Konzerte, Ausstellungen und Theater werden hier Platz finden. Grundsätzlich halte ich mir alles offen.“ Für Bürgermeister Anton Engl-Wurzer geht mit der Revitalisierung ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Uns freut es, dass jemand die Liebe zum Schloss mitbringt und alles versuchen will, um es wieder zu beleben.“ Das Gemeindeoberhaupt sieht auch eine weitere Chance: „Ein wirtschaftlicher Mehrwert ist dadurch gegeben, dass heimische Gewerke in das Projekt einbezogen werden!“

HINTERGRUND

Besitzer. Constantin M. Staus-Rausch
Alter. 26
Beruf. Kunsthistoriker mit Schwerpunkt Kulturgüterschutz
Familienstand. ledig
Wohnort. Wien

Schloss Grades.
Alter. 1173 erstmals als Burg erwähnt und war im Besitz der Heiligen Hemma von Gurk
Umbau. Tiefgreifende Erneuerung im 15. und 16. Jahrhundert. Ab 1617 erhielt sie das heutige schlossähnliche Aussehen
Besitz. Bis in die 1990er-Jahre im Besitz des Bistum Gurk
Verwendung. Ursprünglich hatte die bischöfliche Verwaltung des oberen hier ihren Haupt- und Gerichtssitz
Größe. Das Schlossareal umfasst vier Hektar, die Nutzfläche im Schloss beträgt 3000 Quadratmeter

GERT KÖSTINGER

Kommentare (1)

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Schuster1
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Feriencamp

ich war im Jahr 1967 als 11jähriger drei Wochen auf Erholungsurlaub im Schloss Grades. Auch eine Wiener Gruppe war zugegen. Eine unbeschwerte Zeit, wo mir Kurt Pribil und Michi Stattmann insbesondere beim Fußballturnier in guter Erinnerung geblieben sind.

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