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KärntenFalscher Amtsarzt "untersuchte" Kind: Neue Details

Unbekannter gab sich als Amtsarzt aus, damit der Baby untersuchen darf. Laut Mutter hat der Mann eine geschwulstartige Narbe an der rechten Hand. Die Polizei bittet dringend um weitere Hinweise.

Die Polizei bittet um Hinweise
Die Polizei bittet um Hinweise © APA/Gindl
 

Jener Mann, der sich als Amtsarzt ausgab, beschäftigt weiter die Polizei. Der Unbekannte suchte am Dienstag eine Mutter und ihr einjähriges Kind zuhause in Klein St. Paul im Görtschitztal auf. In der Folge "untersuchte" er das Kind oder tat zumindest so, als ob er es untersuchen würde. Jetzt wurde ein neues Detail bekannt, das auf die Spur des Mannes führen könnte. "Die Mutter wurde am Freitag detailliert einvernommen. Dabei betonte sie, dass der Verdächtige am rechten Handgelenk eine geschwulstartige Narbe hat, die sehr auffällig sein soll", erklärt Mario Nemetz.

Am Dienstag um 6 Uhr früh läuteten zwei unbekannte Männer an der Wohnungstüre der 26-jährigen Frau im Görtschitztal. Einer der beiden Männer war zivil gekleidet, hatte eine Arzttasche und einen Ausweis, welcher ihn als Amtsarzt auswies. Der zweite Mann trug eine blaue Tellerkappe der Polizei und einen blauen Pullover mit der Aufschrift „Polizei“. Der vermeintliche Amtsarzt sagte der Mutter, dass er vom Jugendamt der Bezirkshauptmannschaft St. Veit sei und den Auftrag habe, die einjährige Tochter auf Verletzungen zu untersuchen. Da sich die Frau in Betreuung des Jugendamtes befindet, glaubte sie den Angaben des „Mediziners“ und gewährte ihm Einlass. Der „Polizist“ betrat die Wohnung nicht. Nachdem der Frau die in ihrer Anwesenheit vorgenommenen Untersuchungen merkwürdig vorkamen, gab sie dem „Amtsarzt“ zu verstehen, dass sie jetzt das Jugendamt anrufen werde. Daraufhin verließ der Mann fluchtartig das Haus. Seit der Fall zur Anzeige  gebracht wurde, bitten die Ermittler um Hinweise an die Polizeiinspektion Klein St. Paul Tel. 059133-2124.

Ein Zeuge hat sich mittlerweile gemeldet. "Er sagt, er hätte am Dienstag gegen 7 Uhr zwei Männer bei der Ortsausfahrt Klein St. Paul bei einem VW-Bus gesehen", erklärt Nemetz. "Die zwei Unbekannten hätten beide in eine Tasche geschaut." Da der Zeuge aber erst später von dem Amtsarzt-Vorfall erfuhr, hat er die Männer nicht weiter beobachtet und konnte daher auch keine genauere Personenbeschreibung abgeben.

Laut Nemetz müssen nun Leute aus dem Bekanntenkreis und dem Umfeld der Familie befragt werden. Denn eines steht für die Polizei fest: Die Männer müssen gewusst haben, dass die Familie vom Jugendamt betreut wird. Die Frage ist nur, von wem sie es erfahren haben.

Der „Amtsarzt“ ist 50 - 60 Jahre alt, hat kurze, grau melierte Haare und war mit einem bunt karierten Hemd, dunkelblauen Jeans und schwarzen Schuhen bekleidet. Der „Polizist“ ist etwa 30 Jahre alt.

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