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AlthofenGrundwasser wird bei der Treibacher Industrie AG untersucht

Nach erhöhten Bor-Werten in einem Brunnen vor zwei Jahren: Bohrungen zur Verursachersuche starteten bei Treibacher Industrie AG

Die Treibacher Industrie AG arbeitet bei den Untersuchungen mit dem Land zusammen © KK/TIAG
 

Vor etwa zwei Jahren wurde in einem Brunnen der St. Veiter Wasserschiene erhöhte Bor-Werte festgestellt. Nach umfangreichen Voruntersuchungen wurde nun die Verursachersuche mittels fünf neuer Bohrstellen aufgenommen. Die erste Bohrstelle auf dem Gelände der Treibacher AG ist eingerichtet.

Für die Untersuchungen gibt es eine Zusammenarbeit zwischen Land und Unternehmen.  „In den vergangenen Jahren gab es umfangreiche Recherchen, wie und wo Bor verwendet und wie mit dem Stoff umgegangen wurde“, gibt Michael Rabitsch, Sachgebietsleiter in der Abteilung 8 für Umwelt, Energie und Naturschutz sowie Verfahrenstechnik, Auskunft.

Recherchen bis ins Jahr 1898

Die erste Bohrung passiert nun im Bereich der alten Perborat-Anlage der Treibacher Industrie AG. Man überprüft, ob diese die Quelle der Verunreinigung sein könnte. Durchgeführt werden jedoch mehrere Bohrungen. Die tiefste, so Rabitsch, gehe bis zum Grundgebirge unter den Sedimenten des Krappfeldes.  Um die Bohrstellen festsetzen zu können, ging man in der Firmengeschichte weit zurück. Rabitsch: „Wir haben bis vor die Zeit von Auer von Welsbach recherchiert – was in dieser Zeitspanne industriell bearbeitet und was produziert wurde.“ An einer Bohrstation, die etwa die Größe eines LKWs hat, wird in die Tiefe gebohrt – 300 Millimeter betrage der Durchmesser der Bohrung.

Seitens des Unternehmens heißt es, man stehe den Untersuchungen positiv gegenüber. Joachim Hohenwarter, bei der Treibacher Industrie AG zuständig für PR und Kommunikation: „Wir versuchen auf Basis einer offenen und kooperativen Zusammenarbeit mit den Behörden des Landes und des Umweltbundesamts, unseren Beitrag zur weiteren Untersuchung der Bor-Werte im Grundwasser bestmöglich zu leisten“.

 

Wir versuchen auf Basis einer offenen und kooperativen Zusammenarbeit unseren Beitrag zu leisten.

Joachim Hohenwarter

Man sei darüber hinaus bemüht, alle gesetzlichen Rahmenbedingungen sehr penibel einzuhalten und in vielen Fällen deutlich über zu erfüllen: „Wir haben zum Zweck der Eigenüberwachung rund 30 Messstellen errichtet, die jährlich an die 700 Messungen liefern.“ Die Rolle des Unternehmens sehe man darin, alle intern zur Verfügung stehenden Informationen bestmöglich für die Behörden aufzubereiten.

Hintergrund

Erhöhte Werte. Vor zwei Jahren entdeckte man erhöhte Werte von Bor, ein Halbmetall, das unter anderem als Bleichmittel verwendet wird und als stark wassergefährdend gilt
Messungen. Sollen Herkunftsbereich der Verunreinigungen räumlich eingrenzen. Bohrung von fünf neuen Messstellen

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