Hüttenberg, GrazTote Kühe: Gutachter soll Licht ins Dunkel bringen

Grazer Veterinär wird Gutachten zu verendeten Kühen in Hüttenberg verfassen. Ein erster Befund bleibt aber weiter unter Verschluss.

In diesem Stall sind die drei Kühe verendet
In diesem Stall sind die drei Kühe verendet © Köstinger
 

Die Verschwiegenheit hält weiter an. Zur Todesursache der drei im Februar auf einem Hüttenberger Hof verendeten Kühe gibt es von offizieller Seite noch immer keine Auskunft. Ein erster Befund müsste laut Experten jedoch längst da sein. Im Büro des zuständigen Agrarreferenten Christian Benger (ÖVP) sei der Befund nicht bekannt. Darüber hinaus beruft man sich auf eine Verschwiegenheitspflicht. Landesamtsdirektor Dieter Platzer habe das angeordnet. Dieser weist das auf Anfrage der Kleinen Zeitung zurück. „Sollte es eine derartige Weisung gegeben haben, so kann diese nur vom Büroleiter oder dem zuständigen Referenten selbst ergangen sein“, sagt Platzer.

Fest steht, dass das Land ein Gutachten rund um die Vorgänge in Hüttenberg in Auftrag gegeben hat. Die Wahl ist auf den Grazer Veterinär, Juristen und gerichtlich beeideten Sachverständigen Alexander Tritthart gefallen. Man habe sich zu diesem Schritt veranlasst gesehen, weil die Unabhängigkeit und Objektivität der Behörden von vielen Seiten in Zweifel gezogen wurde. „Ich habe den Auftrag am Freitag erhalten. Auskunft erteile ich aber ohnehin nur dem Auftraggeber“, sagt Tritthart.

Das Gutachten soll nach Abschluss der Untersuchungen an die Bezirkshauptmannschaft St. Veit und die Landesveterinärdirektion gehen. Im Zuge der Ermittlungen wegen Tierquälerei dürfte sich auch die Staatsanwaltschaft dafür interessieren.

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