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Friesach, Treibach, PöcksteinHeim für junge Flüchtlinge ist vorerst vom Tisch

Das Heim für unbegleitet minderjährige Flüchtlinge in Friesach ist aufgrund mangelnden Bedarfes wieder vom Tisch. Auch Unterkünfte in Krumfelden und Pöcktstein sind derzeit nur mäßig besetzt.

Das Friesacher Marienheim wird vorerst doch nicht zum Heim für junge Flüchtlinge © Kleine Zeitung
 

Vor rund einem Jahr war man im Marienheim in Friesach bereits startklar. Das Flüchtlingswerk Don Bosco bereitete sich darauf vor, aus dem ehemaligen Wohnheim der geistlichen Schwestern des Deutschen Ordens eine Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zumachen. Kurz darauf stimmte man im Gemeinderat einstimmig für die Adaptierung. Zwei Wohngruppen mit je 15 Flüchtlingen hätten entstehen sollen. Auch eine Leiterin war gefunden.

Doch nun wird nichts aus dem Projekt. „Das ist vom Tisch, der Bedarf ist nicht da“, sagt Friesachs Bürgermeister Josef Kronlechner. Kärntens Flüchtlingsbeauftragter Udo Puschnig erklärt: „Die Entwicklungen haben gezeigt, dass wir derzeit kein weiteres Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge brauchen. Wir haben im Moment kärntenweit 174 Plätze und aktuell sind sieben davon frei.“ Damit sei der Bedarf gedeckt.

Dies könnte sich im Jänner 2018 wieder ändern. Aufgrund mangelnder Geburtsdaten, wird laut Puschnig bei vielen Flüchtlingen der 1. 1. als Geburtstag aufgenommen. „2017 hat das Kärnten kaum berührt, 2018 könnte das aber stärkere Auswirkungen haben“, so Puschnig. Derzeit seien keine neuen Quartiere geplant. „Es gibt zur Zeit 320 freie Plätze, etwas über 4000 sind belegt. Freie Plätze kosten den Steuerzahler aber nichts, wir zahlen nur pro Kopf, pro Belegtag.“ In der Gemeinde Friesach sind derzeit zwischen 15 und 17 Leute untergebracht. Kronlechner: „Sie werden von uns auch geringfügig am Bauhof beschäftigt. Das haben wir schon von Anfang an gemacht.“

Das Projekt Marienheim ist vom Tisch, der Bedarf ist nicht da. 

Josef Kronlechner

Auch in Pöckstein sind noch Asylwerber untergebracht. Vier Quartiere wurden damals im Zuge der großen Flüchtlingswelle errichtet. „Von den vier Quartieren sind derzeit drei zum Teil belegt. Unser Spitzenwert lag bei 90 Personen, jetzt sind es rund 30, die wir beherbergen“, sagt der Bürgermeister von Straßburg, Franz Pirolt. Der Personenkreis wechselt hierbei ständig. „Eine Familie und zwei, drei Einzelpersonen sind schon länger da, der Rest wechselt aber“, so der Bürgermeister. Sollte eine Untergrenze erreicht werden, will man sie schließen, da es noch zwei weitere Unterbringungsmöglichkeiten gibt. Das vierte Quartier, ein Wohnhaus mit Garten, steht übrigens wieder zum Verkauf. Pirolt: „Interessenten gibt es auch schon, aber man muss sich noch über den Preis einig werden.“

Container in Krumfelden zu einem Drittel belegt

Maximal 150 Personen können in dem Containerdorf in Krumfelden in der Gemeinde Althofen untergebracht werden. „Derzeit leben ungefähr 50 Menschen dort, hauptsächlich Familien“, so der Bürgermeister von Althofen, Alexander Benedikt. Viele Proteste und eine Unterschriftenaktion gab es im Sommer des Jahres 2015 gegen das Lager, welches zuerst nur aus Zelten bestand. Die Bevölkerung war besorgt. Benedikt: „Jetzt ist das aber kein Thema mehr, es läuft alles ruhig und rund. Wir arbeiten auch gut mit der Leitung zusammen.“

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Einblicke in das Containerdorf

Am Freitag beziehen die ersten Asylsuchenden die mittlerweile fertigen Container

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Die Wohnbereiche sind elektrisch beheizt.

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Überdachter Innengang zwischen den einzelnen Einheiten

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Gesamtansicht: Die Arbeiten an drei Einheiten ist abgeschlossen, an der vierten wird noch gewerkt.

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Lambert Rieger aus dem Lavanttal wird Roschitz nachfolgen

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Gert Köstinger
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So wie in Friesach und St. Veit werden auch in Althofen Asylwerber geringfügig angestellt. „Wir haben vier bis sechs Leute, die regelmäßig geringfügig für die Gemeinde arbeiten. Derzeit sind auch Frauen in der Gärtnerei beschäftigt. Dort muss im Moment die Frühjahrsbepflanzung erledigt werden“, sagt Benedikt. Rund fünf bis sechs Wochen verbringen die Asylwerber in Krumfelden. 2018 läuft der Vertrag dann aus. Was danach mit dem Areal passiert, sei noch nicht genau geklärt, Wohn-, Büro- und Freizeitmöglichkeiten werden diskutiert. „Aber warten wir erst einmal ab, der Bedarf kann sich ja auch täglich ändern“, so der Bürgermeister.

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Diese Menschen wohnen derzeit im Zeltlager Krumfelden. Sie alle hoffen, bald in feste Unterkünfte zu kommen.

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10.000 Dollar kostete es einem Iraker und seinem Sohn, um nach Österreich zu gelangen. Seine Frau und zwei weitere Kinder musste er zurücklassen: "Es war zu gefährlich. Man hört ständig von Menschen, die im Meer und in den Bergen sterben."

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