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Alkolenker verurteiltFahrt ins nächste Gasthaus endete vor Gericht

Vier Verletzte nach einem Unfall bei Alkofahrt. Bedingte Haft und Geldstrafe für den 23-jährigen Angeklagten.

Richter Matthias Polak verurteilte den 23-Jährigen
Richter Matthias Polak verurteilte den 23-Jährigen © KLZ/Markus Traussnig
 

An dieses Feierabendbier im Mai wird ein 23-jähriger Arbeiter aus Friesach noch öfters denken. Letztlich wird er aber froh sein, dass nicht noch Schlimmeres passiert ist. Am Freitag musste sich der unbescholtene Mann wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten. Eigentlich wollte er an jenem Abend nicht mehr mit dem Auto fahren, erzählt der Mann. „Drei große Bier“ hatte er intus, als der Anruf kam. Seine Freunde wollten noch zu einem anderen Gasthaus fahren. „Ich dachte, ich hatte nicht so viel“, sagt er. „Haben die anderen gewusst, dass Sie schon getrunken haben?“, will Richter Matthias Polak wissen. „Die waren selber rauschig“, entgegnet der Angeklagte.

Bei der Fahrt ins Gasthaus passierte es – der 23-Jährige war zu schnell unterwegs, auf Höhe Schwarzenbach kam das Auto bei einer Bodenwelle von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben. Die Folge: zwei leicht verletzte Beifahrer mit Prellungen und Schürfwunden, ein Schwerverletzter mit einem Schlüsselbeinbruch. Auch der Lenker verletzte sich und leidet noch heute an Wirbelsäulenschmerzen. 0,87 Promille Alkohol hatte er zum Unfallzeitpunkt im Blut. „Vor zwei Monaten haben wir hier einen Unfall mit Todesfolge verhandelt. Sie hatten reines Glück“, sagt der Richter.

„Es tut mir leid, dass das passiert ist“, erklärt der 23-Jährige reumütig. Was ihm wichtig ist zu betonen: „Danke meinen Freunden, dass sie in dieser Situation hinter mir stehen.“ Die drei sind als Zeugen gekommen, müssen aber nicht aussagen und stellen auch keine Ansprüche. „Alkoholfahrten sind eine beträchtliche Gefährdung der Menschen“, mahnt der Richter. Das rechtskräftige Urteil: 4080 Euro Geldstrafe und vier Monate bedingte Haft.

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