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Lienz, Wien

Ein Hauch von Osttirol weht seit 30 Jahren in Wien

Aus unorganisierten Treffen von vielen in Wien lebenden Osttirolern entwickelte sich der Club Osttirol. Seit 30 Jahren bringen sie ein Stück Heimat in die Bundeshauptstadt.

Kürzlich feierten die Mitglieder das 30. Bestandsjubiläum in der Bundeshauptstadt © KK/Privat
 

Gesellige Treffen mit Kartenspielen, Ausflügen und Fußballspielen standen für eine Gruppe von Osttirolern wöchentlich in Wien auf dem Programm. Daraus hat sich vor 30 Jahren unter Georg Huber der Club Osttirol entwickelt, der momentan um die 100 aktive Mitglieder zählt. Der Club sieht sich als Brücke zwischen Bundeshauptstadt und dem Bezirk Lienz.
Mit dem ersten Osttiroler Krampuslauf auf dem Wiener Stephansplatz in den 1980er Jahren machte der Club in Wien von sich reden.

Der Club veranstaltete Krampusläufe Foto © KK/Privat

Legendäre Fußballspiele

„Auch die Fußballspiele zwischen den Nord- und Osttirolern sind mir noch gut in Erinnerung geblieben. Meistens haben die Osttiroler gewonnen. Wir hatten den ehemaligen Nationalspieler Kurt Leitner im Team“, erzählt die gebürtige Defereggerin Anita Eigner, die seit Beginn als Clubmitglied tätig ist. Doch das Spektrum des Clubs hat sich mit der Zeit verändert. „Die Leute wollten mehr unternehmen“, sagt Eigner.
1987 übernahm Bernhard Degischer das Obmannamt und der Club machte sich durch viele kulturelle Veranstaltungen, Künstlergespräche, Dialogforen und Führungen einen Namen.

Auch die Gschnas-Feiern waren und sind sehr beliebt Foto © KK/Privat

„Wir organisierten etwa Ausstellungen in Wien mit Künstlern aus Osttirol, machen noch immer Gschnasveranstaltungen und 2006 hat sich der Club Osttirol Chor entwickelt“, sagt Eigner.

Auf der Suche nach Mitgliedern

Der Chor, der schon im Schloss Schönbrunn und im Parlament auftreten durfte, hat einige junge Mitglieder. „Aber im Club selbst fehlt es an jungem und frischen Wind. Wir sind auf der Suche nach Exil-Osttirolern, die in Wien leben“, schmunzelt Eigner. Seit einem Jahr hat Margareta Philipp, gebürtig aus Matrei, das Obfrauamt inne. „Jetzt engagieren wir uns auch karitativ. Heuer haben wir an die Erdbebenopfer von Nepal gespendet“, erklärt Eigner. Durch das gemeinsame Clubleben verbreiten sie Osttirol-Flair in der Bundeshauptstadt und die heimischen Traditionen werden auch dort weitergelebt.

KARINA HARTWEGER

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