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ErfindungEin Matreier will den Fußball revolutionieren

Natalis Ganzer hat einen Freekick-Laser erfunden, der den exakten Abstand bei Freistößen auf den Rasen projiziert. Dieser soll Zank und Diskussionen verhindern. Um Prototypen zu bauen, fehlt noch ein Investor.

Der Laser wird an der fliegenden Stadionkamera montiert und projiziert den exakten Abstand bei einem Freistoß auf den Rasen © Natalis
 

Wer kennt solche Szenen im Fußball nicht. Nach einem Foul zückt der Schiedsrichter eine Spraydose und sprüht bei einem Abstand von mehr oder weniger 9,15 Metern zum Tatort eine Linie aus Schaum für die Freistoßmauer auf den Rasen. „Das funktioniert zwar nicht schlecht – dieser Abstand wird vom Schiedsrichter aber nur geschätzt und ist daher ungenau“, sagt Natalis Ganzer. Das sorgt wiederum nicht selten für Zank und Diskussionen.
Genau aus diesem Grund kam dem Matreier die Idee für seine Erfindung – einem sogenannten Freekick-Laser. Der Laser wird an der fliegenden Stadionkamera montiert und ist damit über dem gesamten Spielfeld bewegbar. „Ein Sensor erkennt sofort, wo der Ball liegt. Das System rechnet dann automatisch den exakten Abstand von 9,15 Meter aus und projiziert diesen in Form eines Halbkreises um den Ball auf den Rasen“, erklärt Ganzer, der in seiner Freizeit auch bei der Sportunion Matrei aktiv ist.

Jeder Spieler erkennt sofort die richtige Position. „Der Schiedsrichter aktiviert selbst über eine kleine Fernbedienung das System und behält somit immer die volle Kontrolle“, erklärt der 37-Jährige.
Nachdem er selbst in einer Patentanwaltskanzlei in Innsbruck arbeitet, machte er sich nach intensiven Recherchen über den Stand der Technik sofort daran, seine Idee zu schützen. „Neben Österreich habe ich Patentanmeldungen in Europa, den USA, China, Australien und im Land der nächsten Weltmeisterschaft – in Katar – eingereicht“, weiß Ganzer. Bis ein Patent erreicht wird, kann es jedoch Jahre dauern.

Natalis Ganzer aus Matrei Foto © Kasupovic

Mit einem bekannten Stadionkamera-Hersteller hat er bereits Gespräche geführt, wobei dieser grundsätzlich die technische Machbarkeit als gegeben ansieht. Auch mit einer Firma, die Laser herstellt, ist es bereits in Kontakt getreten. Um einen Prototypen bauen zu können, fehlt Ganzer aber noch eines: Ein Investor. Die Kosten für einen Prototypen liegen nämlich im sechsstelligen Bereich.

Einer der wichtigsten Schritte ist jetzt, so Ganzer, Kontakte mit den Verantwortlichen von UEFA und FIFA aufzunehmen, um abzuklären, ob der Freekick-Laser auch tatsächlich eingesetzt werden kann und darf. Für Fußballspiele, wie beispielsweise in Osttirol, sei diese Technik uninteressant. Vielmehr ist der Freekick-Laser für die „Großen“ gedacht.
„Meine Vision ist, dass spätestens zur Fußball-WM 2022 in Katar der Freekicklaser in jedem Stadion und bei jedem Spiel eingesetzt wird. Natürlich ist der Einsatz auch bei Europameisterschaften, in der Champions League und in den großen nationalen Ligen wie Premier League, La Liga, Bundesliga absolut ein Ziel“, sagt Ganzer. Auch könnte er sich vorstellen, dass sein Freekick-Laser auch im Salzburger Stadion, zum Einsatz kommt.

Unter www.freekicklaser.com erklärt Ganzer in einem Video seine Idee.

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