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SillianWas wird aus der Bad-Ruine?

Das Hallenbad in Sillian hat den Betrieb längst schon eingestellt. Die Frage, was mit dem wertvollen Grundstück im Ortszentrum passieren soll, ist hingegen aktuell.

Die Scheiben sind milchig, der Badebetrieb ist in Sillian längst eingestellt © Michael Egger
 

Auf eine „Monstersitzung“ können sich die Gemeinderäte von Sillian einstellen. Am Mittwoch sind 29 Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Das „Monsterthema“ ist allerdings nicht darunter. Nämlich die Frage, was mit dem Schwimmbad-Areal passieren soll? Bürgermeister Hermann Mitteregger (Team Sillian) hat in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates ein neues Konzept vorgestellt, welches die Bebauung durch Reihenhäuser vorsieht. Das Projekt ist Kennern der Sillianer Gemeindepolitik zufolge auch innerhalb der Bürgermeister-Liste umstritten. Eine Mehrheit im Gemeinderat würde es im Moment wohl nicht geben.

Und deshalb hat man sich auch entschieden, beim Thema wieder vom Gas herunterzugehen. Obwohl der Punkt im kommenden Gemeinderat nicht behandelt wird, wird das Thema akuter. „Die Ruine muss über kurz oder lang weg“, sagt Peter Leiter, Gemeindevorstand des Team Sillian. Drei verschiedene Ansichten gibt es in Sillian, was mit dem Areal im Gemeindebesitz passieren sollte.

Modell eins

Im Wahlkampf hat das Team Sillian ein Schulcampus-Modell samt überschaubarem Schwimmbad versprochen. Drei Jahre später dürfte dieses Vorhaben vom Tisch sein.

Modell zwei

Wohnbau in Kombination mit einem Primärversorgungszentrum. In Anbetracht dessen, dass das Rote Kreuz und die Bergrettung angrenzen, keine unwahrscheinliche Option. Zudem wäre auch das Altenheim in der Nachbarschaft. Für ein solches Zentrum wäre man auf weitere Partner angewiesen – etwa das Land. Was für Reihenhäuser spricht: Grundstücke für Häuslbauer gibt es in Sillian kaum – und deshalb wurden in den vergangenen Jahren auch nur wenige Häuser von Privaten gebaut.

Modell drei

Das Grundstück für eine touristische Nutzung freihalten. Schließlich könnte die geplante Skischaukel für den erhofften Aufschwung der Marktgemeinde sorgen. In diese Richtung denkt die Sillianer ÖVP-Liste. Gemeindevorstand Peter Duracher: „Ein touristisches Projekt sollten wir auch prüfen.“ Man müsse generell über die Entwicklung im Ort nachdenken.

Ähnlich formuliert auch Dominik Schett von der „Freien Liste“ seine Ansicht: „Das Schwimmbad bricht im nächsten Jahr sicher nicht ein.“ Man solle die Entwicklung Sillians zuerst abwarten. Mitteregger verspricht, dass nichts in Stein gemeißelt ist. „Ein Hotelprojekt schließe ich aber aus“, so der Gemeindechef. Er kündigt eine Diskussion an – auch mit der breiten Öffentlichkeit. Das Grundstück hat einen hohen Wert. Aber: Zuerst muss das Schwimmbad abgerissen werden. Kostenpunkt: Etwa 300.000 Euro.

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