Lienz„Dorfpapst“ sieht Bürger als Partner

Gerhard Henkel referierte im Rahmen eines Vordenken-Vortrages in der Arbeiterkammer. Im Anschluss wurde ausgiebig diskutiert.

15.05.2018 - Vordenken fuer Osttirol - Lienz
Gastgeber Wilfried Kollreider (Arbeiterkammer) mit Henkel und Dietmar Ruggenthaler vom Regionsmanagement © Brunner Images/Philipp Brunner
 

Was getan werden muss, dass Osttirols Dörfer lebendig bleiben, oder werden, erklärte Gerhard Henkel in der Arbeiterkammer. Der Humangeograf befasst sich seit Jahren mit dem Thema, deshalb trägt er auch den Beinamen „Dorfpapst“. Die Quintessenz seiner Präsentation: „Die Herausforderungen sind heute derart groß, dass man sie nicht ohne das Mitwirken der Bürger lösen kann.“

Die im Anschluss vorgestellten Beispiele zeigten auf, was möglich ist, wenn man Bürger lässt. Marianne Holaus aus Kals schilderte ihre Erfahrungen aus dem kirchlichen Bereich. Als der Pfarrer ausfiel und sich eine Lücke auftat, wurde diese durch ehrenamtliches Engagement geschlossen. In der Veranstaltung angesprochen wurden aber auch die altbekannten Probleme der Dörfer: Leerstand, Bevölkerungsrückgang und der Verlust von Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Henkel nahm diesbezüglich die Landes- und Bundespolitik in die Verantwortung und forderte mehr Spielraum für Gemeinden.

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