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Tierdrama in VirgenDie dreizehn Rinder wurden vergiftet

Toxikologisches Gutachten liegt nun vor: Die 13 Rinder wurden vergiftet. Polizei nahm Ermittlungen zu der Tierquälerei auf.

© Ruggenthaler
 

Es ist schockierend und traurig zugleich was sich innerhalb von rund vier Wochen auf einem Bauernhof in Virgen abspielte: Mehrere Rinder sind hier qualvoll verendet. Zuerst war die Rede von zehn Kühen und einer trächtigen Kalbin. Mittlerweile sind es, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, insgesamt 13 Rinder, die verendet sind.

Da die Todesursache vom Tierarzt nicht eindeutig festgestellt werden konnte, wurden Proben von einige Kadavern entnommen und zur Untersuchung geschickt. Ein toxikologisches Gutachten ergab nun, dass „die Tiere durch eine rattengiftähnliche Substanz vergiftet wurden“, bestätigt Bezirkspolizeikommandant Michael Jaufer. Aus diesem Grunde verständigte die Bezirkshauptmannschaft Lienz als zuständige Behörde die Polizeiinspektion Lienz, die umgehend die Ermittlungen zu der Tierquälerei aufnahm. Laut Jaufer wurde die Besitzerin der Tiere bereits befragt. „Weitere Auskunftspersonen werden befragt“, sagt Jaufer.

Nicht nur in Virgen, sondern in ganz Osttirol ist man über diese Tat schockiert: „Das ist höchst dramatisch und macht auch betroffen“, zeigt sich auch Dietmar Ruggenthaler, Bürgermeister von Virgen, fassungslos. Andererseits ist er auch froh, dass nun endlich Klarheit herrscht. Nach diesem Vorfall sei die Unsicherheit bei vielen Bauern im Ort groß gewesen. Es war nämlich nicht ausgeschlossen, dass die Tiere an verunreinigtes Futter oder Giftpflanzen verendet sind. „Durch dieses Ergebnis kann man das nun ausschließen“, sagt Ruggenthaler. Für die Betroffene, die hauptberufliche Bäuerin ist, sei durch dieses Tat nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden entstanden – „es ist auch eine psychische Belastung. Seitens der Gemeinde haben wir ihr daher angeboten, dass sie kostenlos psychologische Hilfe in Anspruch nehmen kann“, sagt der Bürgermeister. Außerdem verfügt die Gemeinde Virgen einen Hilfs- und Solidaritätsfonds. „Wir werden uns in der Gemeinderatssitzung über eine finanzielle Unterstützung für die Betroffene beraten“, sagt Ruggenthaler und hofft, dass man den Schuldigen ausforschen kann.

Allerdings gibt es noch keine konkreten Hinweise auf die Täterschaft. „Für Hinweise aus der Bevölkerung wären wir dankbar“, sagt der Bezirkspolizeikommandant Jaufer. Diese können sich bei der Polizeiinspektion Lienz unter der Telefonnummer (059133) 72 30 melden.

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solder
0
8
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so etwas tut man nicht

mir steigt die zornesröte auf, wenn ich diese nützlichen tiere betrachte.

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joe1406
1
13
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auch wenn man es "unnützen" Tieren antut

ist es ein Wahnsinn so etwas zu tun. Drei Jahre in den Knast ist das mindeste für den Täter.

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