BrrrrSo bitterkalt war es zuletzt vor zwölf Jahren

Sonnig, aber eisig: Donnerstagfrüh war es in Kärnten und Osttirol bitterkalt. Mit offiziellen minus 22,4 Grad hat St. Jakob im Defereggental den Kälterekord der vergangenen zwölf Jahre geknackt.

© KLZ/Jürgen Fuchs
 

Minus 22,4 Grad hatte es am Donnerstag in der Früh in St. Jakob im Defereggental in Osttirol. "Laut offiziellen Messungen der Zamg war das heute der kälteste, bewohnte Ort in ganz Österreich", sagt Paul Rainer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg). Geht man nach unbewohnten Gebiet, so ist die Tauplitz in der Steiermark der Kältepol Nummer eins: Dort hatte es eisige minus 23 Grad.

So bitterkalt wie Donnerstagfrüh war es in Kärnten und Osttirol das letzte Mal im Jahr 2006, weiß Rainer. Ordentlich zapfig war es Donnerstag in den Morgenstunden auch in der Gemeinde Weißensee, wo die offizielle Messstation minus 20,5 Grad anzeigte. Wobei es bei der inoffiziellen Station direkt am See noch um ein paar Grad kälter war: Dort hatte es minus 24,4 Grad. "Direkt am Wasser ist es noch einmal um einiges kälter. Die Messstation wird bei der offiziellen Statistik aber nicht berücksichtigt."

Klare Nacht

Der Kältepol am Mittwoch war Weitensfeld mit minus 17,6 Grad. Aber auch hier kam über Nacht noch ein Grad dazu, in der Früh wurden minus 18,7 Grad gemessen. In Hermagor waren es minus 18,3 Grad, in St. Andrä im Lavanttal minus 16,9 und in Dellach minus 15,9 Grad. In Klagenfurt hatte es in der Früh minus 12,1 Grad.

Ausblick

Am Vormittag scheint vielerorts die Sonne, nur im Westen zeigen sich bald erste hohe Wolken. Die Nebelfelder im östlichen Klagenfurter Becken sollten sich allmählich auflösen. Am Nachmittag breiten sich auch in Unterkärnten ausgedehnte Wolken in höheren Schichten aus, die Sonne wird davon zunehmend getrübt. Die Tageshöchstwerte erreichen minus 3 und plus 4 Grad.

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