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Weißensee

Vergoldeter Sitzstein als Zeichen des Friedens aufgestellt

Künstler Johannes Angerbauer-Goldhoff vergoldet die Natur: Jetzt hat er seinen sechsten Gold-Sitzstein aus der Serie "Gitschtaler Gold-Sitzsteine" am Weißensee aufgestellt.

Johannes Angerbauer-Goldhoff (links) und Manfred Schluder umhüllen den „Denk Gold Stein“ © KK/PRIVAT
 

Ein Künstler mit einem glänzenden Projekt: Johannes Angerbauer-Goldhoff will das Gitschtal und seine Umgebung vergolden. 2008 startete der Goldkünstler mit den Gitschtaler Gold-Sitzsteinen. Der kürzlich am Weißensee aufgestellte Sitzstein, den der Künstler als Denk-Gold-Stein bezeichnet, ist der sechste vergoldete Findling der Reihe.

„Alle Steine sind auch miteinander verbunden“, erklärt der Künstler. „In ein Bohrloch des Steins kommen Naturmaterialien wie Erde, Salz, Sand, Steinstaub, Pflanzenteile in homöopathischer Dosierung.“ Diese Materialien hat er seit 27 Jahren auf verschiedensten Plätzen der Erde im Tausch gegen Gold an die Erde gesammelt. Die Rückkehr des Goldes zur Erde versteht Angerbauer-Goldhoff „als Reinigung, als Katharsis“. Das Bohrloch wurde mit einem Bronzesiegel und einer 27 Zentimeter langen Gewindestange versiegelt.

Goldwanderung

Seit August gibt es am Weißensee Nordufer Wanderweg außerdem den „Weißensee Goldbogen“. „Eine blattvergoldete Wurzel, mitten am Weg, zwischen Ronacher und Kleine Steinwand“, erklärt Angerbauer-Goldhoff. Auch am Gössering-Graben-Weg im Gitschtal lag bislang ein goldener Stein, der sogenannte "Buckelwal". Dieser verschwand im Spätsommer jedoch und tauchte nicht wieder auf.

Im kommenden Jahr will der Künstler den Denk-Gold-Stein, wie bereits die anderen Objekte in der Reihe, blattvergolden. Derzeit ist er in eine goldene Rettungsdecke gehüllt. „Die Anlieferung hatte sich verzögert und der Stein wurde just am 13. November, dem Tag des mörderischen Terroranschlages in Paris geliefert“, erklärt er. So entstand die Idee gemeinsam mit Künstlerkollegen Manfred Schluder eine schützende, goldglänzende Rettungsdecke auf den Stein zu legen. „Denken und Gedenken haben nicht nur eine Wortverwandschaft“, sagen Angerbauer-Goldhoff und Schuller. Diese Schutzdecke soll aus dem „Denk Gold Stein“ auch ein Zeichen der Solidarität mit Frankreich gegen den Terror machen.

Claudia Lux

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