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Reißeck"Gefährlicher Schulweg ist zu entschärfen"

Kein Gehweg und erhöhtes Tempo: Kinder in Napplach, Gemeinde Reißeck, sind gefährlich unterwegs. Eltern fordern Lösung. Eine weitere Bushaltestelle könnte Abhilfe schaffen.

Zu Stoßzeiten brettern Schwerfahrzeuge im Minutentakt durch Napplach © Nicole Kari
 

Durch die Ortschaft Napplach in der Gemeinde Reißeck brettern zu den Hauptverkehrszeiten LKWs im Minutentakt. „Auf diesem Abschnitt der Bundesstraße B 106 herrscht ein Tempolimit von 70 km/h, woran sich niemand hält“, kritisiert Silke Bär. Die Mutter zweier schulpflichtiger Kinder macht sich Sorgen, denn der Weg vom Elternhaus bis zur etwa 500 Meter entfernten Bushaltestelle (gegenüber der Eni-Tankstelle) ist gefährlich, was ein Ortsaugenschein der Kleinen Zeitung bestätigte.
Vor allem der Fußmarsch über die von Leitschienen begrenzte Brücke stellt ein Sicherheitsrisiko dar. „Wann immer ich kann, hole ich meine Kinder mit dem Auto bei der Bushaltestelle ab“, schildert Bär, die ihre Kinder diesem Risiko nicht aussetzen möchte. Bürgermeister Kurt Felicetti sagt dazu: „Die Schüler der Volksschule Kolbnitz werden derzeit von einem privaten Taxiunternehmen kostenlos in der Früh in den Siedlungen abgeholt und auch wieder nach Hause gebracht. Der Gemeinde kostet dies jährlich 30.000 Euro. Wie lange das noch finanzierbar ist, kann ich nicht sagen.“
Für Kinder, die eine andere Schule besuchen und deswegen den Linienbus nehmen müssen, könne er keine Lösung anbieten, denn „es handelt sich um eine Bundesstraße. Zuständig ist der Landesreferent, den ich schriftlich auffordern werde, hier zu handeln“.

Nein zu Bushaltestelle

„Mit einer Haltestelle vor unserer Wohnsiedlung wäre geholfen“, sagt Bär. Die Errichtung einer weiteren Haltestelle ist aber laut Straßenbaureferat nicht angedacht, da der Abstand zwischen den Haltepunkten nur 350 Meter betragen würde.

 

Eine Haltebucht bei der Wohnsiedlung in Napplach könnte die Situation entschärfen Foto © Nicole Kari
„Da es sich beim betroffenen Bereich um Freiland mit Tempo 70 handelt, müsste die Gemeinde zur Gänze für die Gehwegerrichtung aufkommen. Wir würden die Projektplanung für eine Gehweglösung aufnehmen. Das hängt von der Bereitschaft der Gemeinde ab, ihren finanziellen Beitrag zu leisten“, erklärt Landesrat Martin Gruber. Thema wird dies wohl erst werden, wenn die geplanten Straßensanierungen im Bereich Napplach starten. Dafür gibt es im Straßenbaureferat aber noch keinen Termin.

Eine Alternative wäre, einen Umweg über das Ortszentrum zu nehmen. „Der Weg ist nicht genügend ausgeleuchtet“, kontert Bär. „Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED in Napplach und Penk ist angedacht. Es ist noch eine Frage der Finanzierbarkeit“, sagt Felicetti. Kostenpunkt: 100.000 Euro.

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