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Oberes DrautalB100-Ausbau bringt mehr Lebensqualität

Drautal Bundesstraße (B100) wird zwischen Radlach und Dellach endlich ausgebaut. Die Projektierung startet. Baustart in Greifenburg ist 2020. Für Osttirol und Oberkärnten ist dies ein wichtiger Schritt.

Die Schritte für den Ausbau der B 100 wurden mit den Bürgermeistern besprochen: Brandner, Landesrat Gruber, Pirker, Wolfgang Krenn © KK/Land Kärnten
 

Schwerverkehr, enge Straßenstellen und unübersichtliche Kurven. Jeder Oberkärntner und Osttiroler, der die Drautal Bundesstraße (B 100) schon einmal befahren hat, kann davon ein Lied singen. Laut Verkehrsanalysen brettern im Schnitt täglich 6000 Fahrzeuge, davon zwölf Prozent Schwerverkehr, durch das Tal. An Stoßtagen erhöht sich das Verkehrsaufkommen nochmals um 30 Prozent.
„Die enge Fahrbahn und der eklatante Anstieg des Schwerverkehrs sind ein Sicherheitsrisiko. Das zeigt die Unfallbilanz“, betont Landtagsabgeordneter Ferdinand Hueter. Der ehemalige Bürgermeister in Berg setzt sich seit Jahren für den Ausbau der B 100 ein.

Die Verkehrszunahme auf der B 100 führt zu weiteren Problemen. „Die Wohnqualität im Zentrum von Greifenburg sinkt. Viele ziehen weg“, sagt Bürgermeister Josef Brandner. Auch für die Bürger in Dellach ist die Situation unzumutbar. „Die Lärm- und Schadstoffbelastung nimmt zu. Es gibt keine Unter- oder Überführung, um die Straße zu queren“, sagt Bürgermeister Johannes Pirker.
Die Strecke von Sachsenburg bis Radlach, Gemeinde Steinfeld, wurde 2006 ausgebaut. Nach einem zwölf Jahre langen Stillstand soll die Drautal Bundesstraße aber nun zum größten Straßenbauprojekt dieser Regierungsperiode werden. „Ich werde den Sicherheitsausbau fortsetzen. Die B 100 ist das prioritäre Projekt der Straßenbau-Offensive“, erklärt Straßenbaureferent Martin Gruber. Die Trassenführung gilt es nun festzulegen. „Wo es bereits Vorverträge mit den Grundbesitzern gibt, bleibt die Trasse. Für den Großteil der Bauabschnitte sind auf jeden Fall Verhandlungen mit den Eigentümern zu führen“, so Gruber weiter.

Grafische Darstellung der Ausbaupläne Foto © Land Kärnten, Rie-Press, Kari

In Berg wird eingespart

50 Millionen Euro sollen etappenweise in den Ausbau fließen. Ursprünglich waren bis zu 70 Millionen geplant. In Berg wurde eingespart. Dort erfolgt kein Ausbau. Es ist lediglich eine Verlegung des Bahnhofs und der Anbindung zur L 3 Amlacher Landesstraße vorgesehen. Dadurch wird ein Rückstau zur B 100 von wartenden Lkw bei der Eisenbahnkreuzung vermieden. „Hätten wir in Berg die Trasse ausgebaut, so wie sie ursprünglich angedacht war, hätte das Vorhaben eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gebraucht. Es ist gut, dass es so geregelt wurde, um den Ausbau rasch voranzutreiben“, sagt Hueter (siehe Infokasten unten).

Der Baustart in Greifenburg erfolgt 2020. Von Radlach West soll eine Umfahrung bis zur Anbindung an die B 87 Weißenseestraße (Lagerhaus) gebaut werden. „Das ist eine erste wichtige Teilentlastung für Greifenburg, da rund ein Drittel der Fahrzeuge auf die B 87 abbiegen und somit nicht mehr durch das Zentrum fahren werden“, sagt Brandner. Dann sollen weitere Entwicklungsschritte für Greifenburg folgen, um die verwaisten Wohnhäuser im Ortskern bewohnbar zu machen.

Ausbau B100

Finanzierung. Die Kosten werden auf 50 Millionen Euro geschätzt. Die Mittel kommen zu 100 Prozent vom Land Kärnten.
Bauverfahren. Da die B 100 nur auf maximal zehn Kilometern ausgebaut wird, braucht es keine Umweltverträglichkeitsprüfung. Diese hätte rund zweieinhalb Jahre beansprucht und 2,5 Millionen Euro gekostet.

 

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